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Wüstenrot kündigt bei 15000 Kunden den Vertrag

(CT) Der Baufinanzierer Wüstenrot hat 15000 seiner Kunden den Vertrag gekündigt. Grund sind zu hohe Zinsen auf die bestehenden Guthaben. Das berichten die Stuttgarter Nachrichten. Das Vorgehen sei, so berichtet die Zeitung, branchenüblich. Das Unternehmen hat aktuell 3,6 Millionen Kunden im Bereich der Baufinanzierung. Bei den Kündigungen beruft sich das Unternehmen auf einen Passus aus den Allgemeinen Bausparbedingungen, nach dem Kunden gekündigt werden können, deren Sparsumme und Zinsen die Bausparsumme überschreiten. Bei Verhandlungen zwischen Ombudsmännern und einer Bausparkasse war in vielen Fällen im Jahr 2008 ähnlich entschieden worden. Der Grund: Das Bausparen sei ein zweckgebundenes Sparen. In der Regel würde so zuerst durch den Verbraucher angespart und dann ein Darlehen aufgenommen.

Vorgehen der Wüstenrot stößt auf Kritik

Auch wenn das Vorgehen der Wüstenrot durchaus üblich ist, so gibt es speziell von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Demnach wurde den Kunden ein Sparvertrag mit attraktiven Zinsen versprochen. Sie sollten deshalb keine Flucht in das Kleingedruckte suchen. Das Vergehen des Bauspar-Vertrag-Anbieters sei jedoch nur schwer angreifbar. Andere Kassen wie die Aachener Bausparkasse, Schwäbisch Hall, BHW und die Landesbausparkassen haben bereits ähnliche Aktionen gestartet. Besonders die Landesbausparkassen stehen hier vor einem Dilemma. Viele Kunden sparen einfach über die Maßen und rufen das Geld nicht über ein Darlehen ab. Das verursacht für die Kassen hohe Kosten.

 

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