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War Angela Merkel in der Stasi? Viele Indizien die dafür sprechen!

Angela Merkel in der Stasi?
Bild: Alexander Hauk / pixelio.de

(AK) Es gab nach ihrem aufsehen erregenden Interview in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung im Dezember 1999 nicht wenige Stimmen, die Angela Merkel für eine Königsmörderin hielten. Darin hatte sie ihrem einstigsten Ziehvater Helmut Kohl die Gefolgschaft aufgekündigt und ihre Partei aufgefordert, sich vom Einheitskanzler zu distanzieren. Damals wie heute fragten und fragen sich viele Beobachter und politische Wegbegleiter, ob dieses Interview ein geplantes Manöver war, um sich selbst den Weg zur Macht freizumachen. Wer dieser Überzeugung folgte, musste den Vorstoß von Merkel als Verrat an ihren Parteikollegen bewerten. Daraus folgte eine ausgeprägte Skepsis gegenüber dem Charakter und der Person Angela Merkel, was ihre Aussagen und Erklärungen zu ihrem Lebenslauf in der DDR betraf.

Je weiter sie im Bonner und später Berliner Politikbetrieb aufstieg, desto mehr bewies sie die ausgeprägte Fähigkeit, trotz scheinbar präziser Erklärungen viel Interpretationsspielraum zu lassen. Ihr rhetorisches Geschick verbesserte sich in gleichem Masse wie die Wichtigkeit, eventuelle dunkle Stellen in ihrer Lebensgeschichte nicht ans Licht kommen zu lassen. Ihre wenigen Aussagen zu den Vorwürfen, mit der Stasi zusammengearbeitet zu haben, hörten sich immer wieder schlüssig an. Allerdings beschränkten sich ihre Angaben bis zum heutigen Tage auf einige wenige Momente und können genauso der Wahrheit entsprechen wie eine einstudierte Legende darstellen. Auffällig war auf jeden Fall ihre wiederholte Einsilbigkeit und die geringe Substanz bei Sprechen über ihre Kontakte zum Staatapparat der DDR. Je weniger jemand zu Protokoll gibt, desto weniger kann er oder sie sich in Widersprüche verstricken. Bei der Betrachtung ihres Lebenslaufes und den Ereignissen im Leben vieler anderer in der DDR wichtig gewordener Funktionsträger ließ bei vielen Menschen nur den Schluss zu, das die Ausführungen von Angela Merkel zumindest unvollständig sein mussten, wenn nicht sogar unwahr. Immer wieder tauchten neue Belege oder Fragen auf, die von der Kanzlerin wiederholt ignoriert oder unterdrückt wurden.

Mutmaßliche Zeugen der Anklage

Nach der Wende und Wiedervereinigung versuchte die neue Bundesrepublik mit einer spezialisierten Behörde die Aufarbeitung der Aktivitäten des DDR-Geheimdienstes im Sinne aller Betroffenen und dem Menschenrecht folgend zu organisieren. Daraus folgten sensible Vorschriften zu den Einsichtsrechten in die geretteten Akten und Materialien. Personen des öffentlichen Lebens, wie es Angela Merkel in exponierter Position ist, dürfen die öffentliche Einsicht in Akten, die sie betreffen, verweigern. Das tut Frau Merkel und weist in diesem Zusammenhang darauf hin, alle notwendige Auskunft zu dem Thema gegeben zu haben. Auch wenn es verständlich ist, das eine komplette persönliche Akte, die vielleicht auch kompromittierende Informationen oder Bilder aus dem intimen Privatleben enthält, der Öffentlichkeit nicht zugänglich gemacht werden soll, bleiben einfache Fragen. Warum dürfen keine „geistigen Treuhänder“ Einblick nehmen oder warum erlaubt Frau Merkel nicht, zumindest einen teilweisen Einblick in die Bereiche, die ihren Kontakt zur Staatssicherheit oder sonstigen staatlichen Organisationen oder Organen belegen oder widerlegen? Insbesondere bei Anfragen durch Medien wäre es für Angela Merkel doch ein Leichtes, mittels des Passus „das Original-Schriftstück liegt der Redaktion vor“ eine Gegenbeweisführung anzutreten, ohne einer Veröffentlichung zuzustimmen. Ein besonders expliziter Fall war das Verhalten von Angela Merkel rund um eine Reportage des WDR über den DDR-Bürgerrechtler Robert Havemann, in dessen Akten 2005 ein Bild von ihr gefunden wurde. Die Mehrzahl der Personen, die sich in der Entstehungszeit des Fotos am Grundstück Havemanns aufhielten, waren vom Geheimdienst beauftragte Spitzel. Das Bild von ihr durfte wegen des Schutzes ihrer Privatsphäre nicht veröffentlicht werden und eine Erklärung für ihren Aufenthalt an diesem Ort zu dieser Zeit blieb sie schuldig.

Wiederholung macht nichts wahrer

EU Solidaritätsfond
Foto: Monika / pixelio.de

Wenn Merkel mit Vorwürfen oder Verdachtsmomenten bezüglich ihres Verhältnisses zum Staat konfrontiert wurde, wiederholte sie zuerst gebetsmühlenartig ihre knappen Aussagen. Nach einigen Jahren der wiederkehrenden Fragen und teilweise auch neuen Erkenntnisse stellte sie ihre Antworten um. Jetzt hieß es nur noch, zu diesem Thema habe sie bereits alles gesagt. Dieser vor allem in der Politik weit verbreitete rhetorische Kniff wird vor allem angewendet, wenn ein Fragesteller mundtot gemacht werden soll. Auf diese Weise verschwindet jede inhaltliche Relevanz und der Befragte verschanzt sich hinter seiner häufig wiederholten und unergiebigen Aussage, die der Wahrheit entsprechen kann oder einer sorgsam ausgetüftelten Legende folgt. Bei Merkel stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, warum sie schon in jungen Jahren diesen Auskunftsweg wählte. Ihren politischen Aufstieg verdankte sie neben ihrem Machtinstinkt vor allem ihrer schnörkellosen, direkten und sachlichen Rhetorik, die sie im Zusammenhang mit ihrer DDR-Vergangenheit aber schon sehr früh aufgab. Diese Informationspolitik führte dazu, dass heute und in Zukunft keine weiteren Aussagen von der Kanzlerin zu erwarten sind, selbst wenn neue Erkenntnisse auf den Tisch kommen. Das Foto aus der Akte Havemanns wurde laut Aussage des WDR nicht wegen des Schutzes der Privatsphäre von der Veröffentlichung ausgeschlossen, sondern weil sie Helmut Kohl schützen wollte. Das setzt sie dem Vorwurf aus, dass sie sich hinter einem Dritten verstecken will, ähnlich wie es Kohl bezüglich seines Ehrenwortes mit den unbekannten Spendern gemacht hat. Warum bedient sich Merkel kommunikativer Mittel, die sie selbst so vehement ablehnte und gibt nicht zumindest jetzt eine erweiterte Erklärung zu ihrem Verhältnis zu Staat, Staatssicherheit und System ab?

Ihre Rolle als Wissenschaftlerin

Ihre ursprünglich klare und schnörkellose Sprache entwickelte sich vor allem während ihres Studiums. Die diplomierte Physikerin fiel durch schnelles und analytisch geprägtes Denken und Handeln auf und das Fach Physik wählte sie laut der Biografie von Almut Nitzsche (www.fembio.org), weil sie andere für sie interessante Berufe wie Dolmetscherin oder Psychologin oder Lehrerin zu nahe an den Staat und damit der Stasi gebracht hätten. Trotz ihrer naturwissenschaftlichen Ausrichtung ereignet sich der erste und einzige direkte Kontakt zur Stasi, den Angela Merkel eingeräumt hat, bei ihrer ersten Stellenbewerbung nach dem Studium. Im Zuge eines Bewerbungsgespräches 1978 in Ilmenau wurde sie von Stasi-Mitarbeitern angesprochen und angeworben. Laut ihrer Aussage in einer ARD-Talkshow 2009 verweigerte sie die Mitarbeit mit der Argumentation, ihren Mund gegenüber Dritten nicht halten zu können. Dieser Anwerbeversuch wird als nicht aktenkundig beschrieben, da er in keinem bisher vorliegenden Schriftstück erwähnt wird. Die Kanzlerin stellt dieses Ereignis ausschließlich mündlich dar und auch hier wiederholt sich die Frage, warum sie nicht zumindest den Bericht über diesen missglückten Anwerbeversuch der Stasi aus ihrer persönlichen Akte als Beweis zur Veröffentlichung freigibt. Bei der erfahrenen und erlebten Ernsthaftigkeit, mit der die Staatssicherheit in der DDR operierte, ist es unglaubwürdig, dass eine junge Wissenschaftlerin mit der lapidaren Begründung, geschwätzig zu sein, unbehelligt geblieben ist. Den Arbeitsplatz in Ilmenau erhielt sie nicht.

Berührungspunkte im Umfeld

Erstaunlich war der schnelle Erfolg bei der Stellensuche, nachdem sie auf der Technischen Universität Ilmenau abgelehnt wurde. Nur wenige Wochen später zog sie nach Berlin, um am renommierten Zentralinstitut für physikalische Chemie der Akademie der Wissenschaften ihre neue Stelle anzutreten. Dieses wissenschaftliche Vorzeigeinstitut der DDR bedeutete einen klaren Karrieresprung gegenüber der TU Ilmenau. Hatte die Stasi die Segel gestrichen und trotz Abweisung der Mitarbeit den herausragenden Intellekt der jungen Wissenschaftlerin belohnt? Erfahrungsberichte aus den Bereichen der Eliteförderung der DDR lassen den Schluss zu, dass es nahezu unmöglich war, eine derart privilegierte und hochrangige Stellung ohne eine Zusammenarbeit mit den offiziellen Schnüfflern zu erreichen. Sollten die wenigen Angaben von Angela Merkel der Wahrheit entsprechen, muss von einer umfangreichen Abschöpfung an Informationen durch die Stasi ausgegangen werden. Wenn Angela Merkel selbst keine inoffzielle Mitarbeiterin (IM) war, musste sie Kenntnis über die Überwachungsintensität ihrer Person haben. Da sie schnell innerhalb des Instituts linientreue Positionen wie den der FDJ-Chefin übernahm, konnte ihr der Zugriff durch Staatsorgane nicht verborgen bleiben. Sowohl ihr unmittelbarer Arbeitskollege Michael Schindhelm als auch ihr Bürogenosse, ein Sohn Havemanns, brachten zusätzliche politische Brisanz ins Spiel, das Schindhelm die IM-Tätigkeit später nachgewiesen wurde und der Sohn Havemanns immerhin ein Dissidentenspross gewesen ist. Einzelheiten zu den Tätigkeiten Angela Merkels am physikalischen Institut beschreibt die Initiative i5602 auf dem LiquidFeedback der Piratenpartei unter https://lqfb.piratenpartei.de/lf/initiative/show/5602.html.

Seilschaften oder Zufälle?

Nach dem Zusammenbruch der DDR war die Mehrheit aller Bürger ein Opfer der Umstände. Unglaubwürdig waren die Behauptungen von Funktionsträgern in höheren Hierarchieebenen, in denen sich Angela Merkel auch bewegte. In ihrem letzten Jahr auf der Akademie 1990 beginnt sie mit politischer Arbeit und tritt kurz vor Jahrebeginn der Partei Demokratischer Aufbruch bei. Deren Vorsitzender wird kurz vor der Wahl im März als IM enttarnt und die Partei erleidet Schiffbruch. Angela Merkel landet beim Bündnispartner CDU und wird vom Ministerpräsidenten Lothar de Maizière schon im April zur stellvertretenden Regierungssprecherin ernannt. Nach einigen weiteren Schritten in ihrer persönlichen Karriereleiter hinauf tauchen alte Weggefährten aus ihrer DDR-Zeit wieder auf. Der Arbeitskollege Michael Schindhelm als überführter IM spielt die Karte der Opferrolle aus und wird Generaldirektor der Stiftung Berliner Oper und Theaterdirektor in Basel (Quelle: http://www.berlin.de/landespressestelle/archiv/2005/02/22/23980/index.html). Ein weiterer enger Freund aus der Akademie, Frank Schneider, bekannt auch als überführter IM Bachmann in der Causa Havemann, übernimmt die Intendanz des Konzerthauses am Berliner Gendarmenmarkt. Angela Merkel hat nach ihren Angaben dem einzigen Anwerbeversuch widerstanden und war doch ständig und eng von inoffiziellen Mitarbeitern umgeben. Zudem hatte sie eine Position als Leitungskader der FDJ an der Akademie inne und stammte aus einer Familie, die fragwürdige Privilegien genoss und alles andere als eine durchschnittliche Existenz in der DDR lebten.

Familiäre Bande(n)

Die von Beginn an unorthodoxe Rolle der Familie Kastner, dem Geburtnamen von Angela Merkel, konnte mutmaßlich nur zur Folge haben, das in einem Überwachungsstaat wie der DDR eine sehr genaue Beobachtung durch die Stasi erfolgte. Der Pfarrer Horst und die Mutter Herlind brachten Angela Merkel in Hamburg zur Welt und siedelten freiwillig in die DDR über. Relativ schnell bildete der Vater Horst Pfarrer und Vikare aus, während die ausgebildete Englisch- und Lateinlehrerin Herlind aus politischen Gründen nicht in ihrem Beruf arbeiten durfte. Pfarrer wurden im System der DDR häufig unter besondere Beobachtung gestellt, da die Religion einer der wenigen Gesellschaftsbereiche darstellte, der schwer zu kontrollieren war. Die Familie Kasner hatte zwei Autos und das Privileg, auch schon in jungen Jahren in den Westen reisen zu dürfen. Horst Kasner leitete später den „Weißenseer Kreis“, dessen Rolle als politisches Podium von den DDR-Staatsorganen nur schwer einschätzbar war. Die geheimen Akten zu Horst Kasner hält die Tochter angeblich genauso unter Verschluss wie die eigenen. Auffällig in der Jugendzeit war der freiwillige Eintritt von Angela Merkel in die Jugendorganisationen der DDR, zuerst bei den Jungen Pionieren und später bei der FDJ. In der FDJ übernahm sie dann später in der Akademie der Wissenschaften sogar Führungsaufgaben. Laut eigener Aussage trat sie wegen der interessanten Kulturarbeit und den Reisemöglichkeiten dort ein, allerdings trat die gesamte Familie Kasner nie in die SED ein. Nach allem, was über den Überwachungsapparat der DDR nach der Wiedervereinigung bekannt wurde, müssen diese alles andere als DDR-typischen Lebensumstände zu höchstem Interesse bei den Staatorganen und der Stasi geführt haben.

Der offene eiserne Vorhang

Insbesondere die Erlaubnis, in westliche Länder einschließlich der USA ausreisen zu dürfen, macht im Nachhinein stutzig. In der DDR wurden Sportler nicht zu Sportveranstaltungen mitgenommen, weil sie durch zu geringe Kooperationsbereitschaft unter den Generalverdacht gestellt wurden, aus der Republik flüchten zu wollen. Das bloße Gespräch von DDR-Bürgern mit Mensche aus den Ländern des Klassenfeindes stand unter Strafe und rund 200.000 inoffizielle Mitarbeiter der Stasi hielten die lebhafte Denunziations-Kultur am laufen. Es war nur einer sehr kleinen Gruppe von Personen erlaubt, in die Staaten des Klassenfeinds zu reisen. Hochrangige Militärs, Politiker und Wirtschaftsvertreter gehörten dazu. Obligatorisch war eine gründliche Überprüfung der Gesinnung und der Einstellung zum eigenen Staat. Linientreue und politische Zuverlässigkeit zu beweisen war nur ein Teil des Sicherungssystems, der andere bestand aus exzessiver Bespitzelung und Überwachung. Die biografischen Angaben über die Familie Kasner und die Jugend von Angela Merkel verwundern in diesem Zusammenhang. Sie erhielten die größtmöglichen Privilegien, die in der DDR überhaupt möglich waren und mussten sich aber im Gegenzug nicht ihre Staatstreue beweisen und nicht einmal den obligatorischen Parteieintritt vollziehen. Schwer vorstellbar, das die Stasi einzelne Familien so unkontrolliert herumwerkeln ließ und keinerlei Schutzmechanismen in oder um die Familie herum installierte. Das Angela Merkel schon als 32-jährige in die Bundesrepublik reisen durfte, erwähnt sie nur sehr ungern. In der Eröffnungsrede eines deutschen Seniorentages in Leipzig führte sie 2009 aus, das sie sich damals als DDR-Bürgerin darauf gefreut habe, ab sechzig mit einem ordentlichen Pass endlich nach Amerika fahren zu dürfen.

Es bleibt doch immer was hängen

Angela Merkel entstammte einer politisch aktiven Familie. Das prägte sie für und in ihrem Leben betätigte sie sich auch zu DDR-Zeiten bereits rege an Veranstaltungen und Aktionen. Schon in Schulzeiten agitierte sie für kommunistische Umwälzungen in anderen Ländern der Erde wie Mosambik, Simbabwe und Angola. Sie propagierte den Kampf gegen den US-Imperialismus so linientreu, wie es sich die DDR-Funktionäre nur wünschen konnten. Geldsammlungen für Waffen und Material gehörten genauso zum Repertoire der jungen Angela Merkel wie die Koordination von Benefizaktionen im real existierenden sozialistischem Gedenken. Frank Schneider, der auch auf Havemann angesetzte IM lobte ihre marxistisch-leninistische Einstellung. Bei derlei Informationen kann der Verdacht aufkommen, dass die vorauseilende Linientreue vielleicht tatsächlich verhindert hat, das Angela Merkel eine Verpflichtung als Mitarbeiterin bei der Stasi unterschreiben musste. In Sachen Vergangenheitsbewältigung nach der Wende kamen auf ihrem Weg noch einige weitere günstige Fügungen zu Pass, da sie der Sohn von Lothar de Maizière, Clemence seinem Vater empfahl, noch bevor er als IM Czerny überführt wurde. Der Bruder von Lothar, Thomas de Maizière wurde zum Kanzleramtsminister berufen und damit engster Mitarbeiter der späteren Kanzlerin. In den Zuständigkeitsbereich des Kanzleramts fällt die Überwachung der staatlichen Geheimdienste wie Bundesnachrichtendienst, Verfassungsschutz und die Abwicklung ehemaliger Stasimitarbeiter.

Allein der Glaube versetzt Berge

Die Verdachtsmomente gegen Angela Merkel bestehen weiter und werden immer wieder aufflammen. Das liegt an den vielen offenen Fragen, die immer noch bestehen und wieder und wieder auftreten werden. Die Kanzlerin kann versuchen, die Ungereimtheiten auszusitzen und zu ignorieren. Vielleicht hat sie ein wenig Wahrheit erzählt, aber entscheidende Passagen weggelassen. Schon das kann zu einer Fehlinformation umgedeutet werden. Vielleicht hat sie 1989 nicht bei der Stasi unterschrieben, vielleicht aber ein anderes Mal. Es kann sein, dass sie mit gesundem Menschenverstand einfach nur das Beste für sich und ihre Familie in der DDR erreichen wollte, ohne dafür Verrat oder Unrecht ausüben zu müssen. Was allerdings ihre Unglaubwürdigkeit in besonders hohem Maße fördert, ist die Tatsache, dass sie wie viele andere das DDR-System unterstützt und vorangetrieben hat, ohne es zuzugeben. Sie hat damit kein Verbrechen begangen und vielleicht war sie weniger opportunistisch als fast jeder in ihrer Situation gewesen wäre, aber mit ihrem nicht darüber Reden redet sie sich um Kopf und Kragen. Und dass bei einer Frau, die der Stasi mit dem Argument von der Schippe gehüpft sein will, dass sie zu geschwätzig sei. Sollte das je so gewesen sein, hat sie das gut in den Griff bekommen – zumindest was ihre Vergangenheit in der DDR und der eventuellen Verbindung zur Stasi angeht. Aber vielleicht ist das Problem gar nicht Angela Merkel, sondern liegt auf ganz anderer Seite. Solange Menschen nicht die richtigen Fragen stellen, bekommen sie leicht falsche Antworten. Warum erinnert niemand an Argumente und Aussagen, die vor Jahren eine Relevanz hatten aber heute nicht mehr als Ausflucht taugen? Fragt Angela Merkel einfach mal, ob Havemann ihr Freund war, ob sie Biermann mochte, ob IM Bachmann Recht hatte oder ob nicht ausgesuchte Seiten ihrer Stasi-Akte jetzt unverfänglich von glaubwürdigen Vertrauenspersonen gesichtet und kommentiert werden dürfen. Bezüglich der Vertrauenswürdigkeit wäre doch der Bundespräsident eine tolle Wahl – zumal der umfassende Erfahrung mit Akten dieser Art hat. Vielleicht kann ja die Gauck-Behörde beweisen, was so viel wissen wollen.

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3 Kommentare

  1. Warum die Familie Hals ueber Kopf freiwillig in die DDR??
    Vielleicht ist die Spionagetaetigkeit aufgeflogen und er musste schnell verschwinden!!
    Als Belohnung fuer „erfolgreiche“ Taetigkeiten bekam er eine neue „Gemeinde“ und das Versprechen, dass sein
    Toechterchen spaeter immer unterstuetzt wird.

    Noch eine ungeklaerte Frage, die nie? gestellt wurde: Wer ist HERR MERKEL und wo ist er?

  2. Her Merkel ist der erste Ehemann der Volksveräterin und Exkommunistin A.Merkel!!!

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