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Versicherungen müssen kündigende Kunden angemessen auszahlen

(CT) Lebensversicherungen werden von Kunden, oftmals aus Geldnot, gekündigt. Doch dann sehen sich die Versicherungen oftmals nicht gezwungen eine ausreichende Auszahlung vorzunehmen. Zwar gab es hierzu seitens des Bundesgerichtshofes bereits ein Urteil, welches die Versicherungen dazu anhielt, die ehemaligen Versicherten bei Kündigung angemessen auszuzahlen. Die Verbraucherzentrale Hamburg klagte deswegen jetzt erneut gegen eine Lebensversicherung wegen der Verrechnung der Abschlusskosten und bekam recht.

Prämien für Versicherungsvertreter sorgten erst einmal für keine Auszahlung

Die Klage hilft im Wesentlichen Kunden, die nach kurzer Zeit die Lebensversicherung wieder kündigen. Die Kunden bekommen dann oftmals nichts ausgezahlt, da die ersten Monate zum Begleichen von Prämien in der Lebensversicherung genutzt werden. Das Konto in das eingezahlt wird befindet sich deshalb am Anfang oft sehr stark im Minus welches mit Hilfe der ersten Beiträge ausgeglichen wird. Zinsen fallen entsprechend auch nicht an, die dem Kunden eigentlich zustünden. Schon öfter musste der Bundesgerichtshof über derartige Klauseln entscheiden. Im Jahr 2005 entschied das Gericht so, dass zumindest die Hälfte der geleisteten Beiträge wieder ausgezahlt werden müssten. Das Urteil damals kümmerte sich um passende Verträge zwischen den Jahren 2000 und 2005. Erst im letzten Jahr wurden für 2001 bis 2007 entsprechende Klauseln in solchen Verträgen für ungültig erklärt. Im aktuellen Fall geht es um solche Klauseln in Verträgen der Versicherungen Iduna und HDI-Gerling. Der BGH wird dabei entscheiden in welcher Höhe eine entsprechende Erstattung bei Kündigung der Lebensversicherung erfolgen muss.

Achtung: Rückzahlung verjährt nach drei Jahren

Bei der Kündigung einer Lebensversicherung muss auf die Verjährung geachtet werden. Diese tritt im Fall einer Rückerstattung nach drei Jahren in Kraft. Wer also eine Rückzahlung haben möchte, der muss innerhalb von drei Jahren der Versicherung eine entsprechende Forderung stellen. Auf der Internetseite der Verbraucherzentrale kann für solche Forderungen ein Musterbrief bezogen werden.

 

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