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Urteil: Abschlusskosten von Lebensversicherung dürfen nach Vertragskündigung nicht mehr eingefordert werden

(CT) Wenn die Lebensversicherung durch den Kunden gekündigt wurde, darf der Versicherung keine Nachzahlungen nach Ablauf dieser mehr verlangen. Das entschied das Oberlandesgericht in Karlsruhe. Demnach sei dies auch nicht rechtens, wenn der Versicherer und der Kunde über die Nachzahlungen einen separaten Vertrag abgeschlossen haben. Solche gesonderten Verträge, die zum Nachteil des Kunden sich auswirken sind aus Sicht des Gerichtes unwirksam.

Urteil ist noch nicht rechtskräftig

Im konkreten Fall hatte ein Verbraucher geklagt, der eine Lebensversicherung bei einem Versicherer in Liechtenstein abgeschlossen habe. Der monatliche Betrag betrug 200 Euro. Nach einem halben Jahr kündigte er die Versicherung wieder. Daraufhin stellte ihm der Versicherer eine Rechnung über 5200 Euro. Grund waren sogenannte „Abschluss- und Einrichtungskosten“. Das Gericht wies die geforderte Summe mit der oben genannten Begründung ab. Lebensversicherungen sind immer wieder ein Grund für Verbraucher, vor Gericht zu ziehen. Grund sind vor allem die Zahlungen die für die Einrichtung und den Versicherungsvertreter gezahlt werden müssen. Erst vor kurzem hatte es hier auch ein Urteil gegeben. Lebensversicherungen werden von Verbrauchern angelegt, damit ihre Nachkommen oder die eigene Familie im Fall eines Todes zumindest eine Zeit lang abgesichert sind. Doch die Lebensversicherungen sind auch sehr teuer, weshalb viele Verbraucher nach einer kurzen Zeit der Versicherung diese wieder kündigen.

 

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