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Unwetter und Naturkatastrophen: Versicherer in Deutschland ziehen die Preise an

(CT) Das Jahr 2013 war für die Deutschen auch ein Jahr der Unwetter und Naturkatastrophen. Neben zahlreichen Stürmen gab es in großen Teilen Deutschlands auch Hochwasser. Entsprechend mussten die Versicherer ganz viele Zahlungen tätigen, um Verbrauchern ihre Schäden zu erstatten. Das schlägt sich jetzt auch in den Preisen für die Versicherungen nieder. So nimmt die Sparkassen-Versicherung eine Beitragsanpassung im Januar vor. Insgesamt 350000 Versicherte in Baden-Württemberg haben dazu bereits Post erhalten. Die Kosten werden um 13,5 Prozent steigen. Der Klimawandel sei in den Statistiken deutlich sichtbar, wie die Versicherung mitteilte. Auch in anderen Regionen Deutschlands steigen die Preise.

Manni, Ernst und Andreas sorgen für Ärger

So sorgten die Sturmtiefs Manni, Ernst und Andreas für abgedeckte Dächer, überflutete Keller und weitere Schäden. Auch der Hagel im Sommer trug zur Schadensstatistik bei. Der Schaden für die Orkane Christian und Xaver soll laut den Versicherern insgesamt 6,5 Milliarden Euro betragen. Der Hagel im Sommer sorgte dafür, dass die Versicherungen insgesamt 3,2 Milliarden Euro für die Schadensbeseitigung ausgeben mussten. Für viele Versicherungen ist das ein Problem, denn sie schreiben bereits ohne solche Katastrophen rote Zahlen. Hinzu kommt, dass in vielen alten Verträgen Preiserhöhungen nicht vorgesehen sind. Bei den Gebäudeversicherungen hat das dazu geführt, wie die Stuttgarter Zeitung berichtet, dass die Ausgaben für die Schadenbeseitigung mittlerweile um ein Drittel höher liegen als die Einnahmen. Theoretisch müssten die Versicherer dem Kunden den Vertrag kündigen und ihm ein neues angepasstes Angebot machen. Derzeit ist daran jedoch nicht zu denken, denn die Kunden könnten sonst zu einem Konkurrenten mit günstigeren Sätzen wechseln. Einige Versicherer, zum Beispiel die Ergo, haben in diesem Jahr damit begonnen, Verbrauchern mit der Kündigung zu drohen, falls sie die Preiserhöhung für die Gebäudeversicherung nicht akzeptieren. Das betraf 120000 Kunden. Ein ähnliches Verfahren wählte die Allianz bei der alten Elementarversicherung, die viele Kunden noch aus DDR-Zeiten hatten. Die Verträge der alten Art, so sagte ein Ergo-Sprecher, werden bis Ende 2014 beendet. In der Versicherungsbranche ist also aufwachen angesagt. Dazu trägt aber vor allem der Klimawandel bei.

 

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