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Totalschaden: KFZ-Versicherung des Verursachers muss restlichen Benzin bezahlen

(CT) Wenn ein Totalschaden verursacht wird, muss der Verursacher für den restlich verbliebenen Benzin im Tank aufkommen. Das entschied jetzt das Amtsgericht Solingen. Dabei ging es um einen Fall, bei dem bei einem Unfall mit Totalschaden noch 55 Liter im Tank vorhanden waren. Das Gericht taxierte den Literpreis auf 1,40 Euro, sodass der betroffene Autofahrer 77 Euro an den Geschädigten bezahlen musste. Im konkreten Fall sei es dem Geschädigten nicht zuzumuten gewesen, den Sprit abpumpen zu lassen, entschied das Gericht. Das hätte zudem weitere Kosten verursacht.

Schadenminderungspflicht nicht gegeben

Weiterhin entschieden die Richter, dass die Schadenminderungspflicht in diesem Fall nicht greift. So würde zum einen durch das Abpumpen des Sprits die Wertigkeit gemindert. Das Urteil kann unter dem Aktenzeichen 12 c 638/12 abgerufen werden. Die Kosten müssen dabei von der Haftpflichtversicherung übernommen. Der ADAC machte auf das Urteil aufmerksam. Damit solche Schäden vermieden werden können muss auf einen guten Fahrstil geachtet werden. Das neue Urteil stärkt wieder einmal den Verbraucher. Erst zuletzt halfen mehrere Urteil dem Verbraucher. So entschied etwa ein Gericht, dass Unfallschäden durch kleine Gegenstände auf der Fahrbahn die nicht gesehen werden können ebenfalls bezahlt werden müssen. Grund dafür war, dass die kleinen Gegenstände nicht vom Autofahrer gesehen werden können und entsprechend kein Ausweichen möglich ist.

 

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