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Telekom will Internetverkehr nach Großbritannien und USA verringern

(CT) Die Telekom will die Menge an Internetverkehr nach Großbritannien und in die USA verringern. Damit reagiert das Unternehmen auf die Enthüllungen in der NSA-Affäre durch Edward Snowden. Mit Hilfe der Bewältigung des deutschen Internetverkehrs in Deutschland soll nämlich das Ausspähen der Daten erschwert werden. Diesen Vorschlag machte die Telekom, so berichtet die Wirtschaftswoche, bei einem Treffen am 1. Oktober im Bundeswirtschaftsministerium. An dem Treffen sollen auch die Manager anderer Telekommunikationsunternehmen teilgenommen haben.

National Routing soll für sichere Kommunikation sorgen

Die dafür verwendete Technologie soll auf den Namen „National Routing“ hören. Pakete für E-Mails oder auch Internettraffic innerhalb Deutschlands sollen damit nicht mehr, wie bisher üblich, über Knotenpunkte in Großbritannien oder den USA umgeleitet werden. Stattdessen soll der Traffic in Deutschland bleiben. Die Umwege müssen besonders dann in Kauf genommen werden, wenn es zwischen der Telekom und einem anderen Provider zur Kommunikation kommt. Wenn der andere Anbieter keinen Knotenpunkt in Deutschland hat, so wird automatisch über das Ausland umgeleitet. Kein Byte soll laut der Telekom die Grenze bei der innerdeutschen Kommunikation überschreiten. Um dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen muss die Telekom auch die Zustimmung anderer Provider einholen. Derzeit überlegen zum Beispiel Vodafone und o2, ob sie bei der Initiative mitmachen. Ein Problem bei der Kommunikation der Pläne: Es kann nicht immer zweifelsfrei nachgewiesen werden, welchen Weg die Daten im weltweiten Netz nehmen.

 

Über Christoph Till

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