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Telefonica o2 verliert Kunden im Festnetz, sieht Mobilfunk als wichtiger an

(CT) Das Unternehmen Telefonica o2 hat vorläufige Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2013 veröffentlicht.Gleichzeitig kündigte das Unternehmen an, bei der nächsten Hauptversammlung einen Dividendenvorschlag an die Anleger zu unterbreiten. Demnach könnten 525 Millionen Euro als Bar-Dividende ausgezahlt werden. Das ist eine Erhöhung gegenüber dem Geschäftsjahr 2012. Unterstützt werden soll die Dividende durch einen starken Free Cash Flow. Besondere Wachstumschancen sieht o2 im Mobilfunk-Geschäft. Demnach sei die Nachfrage nach Datentarifen und Smartphones weiterhin stark.

o2 verzeichnet weniger neue Mobilfunk-Anschlüsse

Im Vergleich zum Quartal davor musste o2 einen leichten Rückgang bei den Neukunden im Mobilfunkmarkt hinnehmen 55000 Kunden entschieden sich für einen Mobilfunk-Vertrag bei dem Unternehmen. Davor waren es noch rund 60000. Postpaid-Kunden, die einen Laufzeitvertrag bei dem Unternehmen abgeschlossen hatten, sind im neuen Quartal ein klein wenig treuer als in dem Quartal davor. So lag die Abwanderungsrate nur bei 1,3 Prozent. Das sind 0,1 Prozent weniger als in dem Quartal davor. Einen satten Sprung bei den Neukundenanschlüssen legte das Unternehmen im Prepaid-Bereich hin. So entschieden sich 110000 neue Nutzer für einen Anschluss bei dem Unternehmen. Das sind erheblich mehr als die 27000 im Quartal davor. Grund dafür waren hauptsächlich Tochtermarken wie Fonic. Der Umsatz pro Kunde ging im Vergleich zum zweiten Quartal um 4,4 Prozent zurück. O2 verdiente durchschnittlich 13,40 Euro an jedem Kunden. Auch im Postpaid-Geschäft ging der Umsatz pro Kunde um 6,6 Prozent zurück und lag bei 20,40 Euro.

DSL und Festnetz verlieren

Die Anzahl der Anschlüsse im Endkundensegment stieg im dritten Quartal auf 23,4 Millionen an. Im Vergleich zum Vorjahr schaffte das Unternehmen damit ein Wachstum von immerhin 0,4 Prozent. Grund dafür sind vor allem die Mobilfunk-Anschlüsse, die von 19,11 auf 19,57 Millionen Kunden zulegten. In der Festnetzkundensparte musste das Unternehmen einen Verlust von 2,29 auf 2,14 Millionen Kunden hinnehmen. Internetanschlüsse aus dem Hause o2 haben aktuell 2,5 Millionen Kunden. Das sind 7,2 Prozent weniger im Vergleich zum gleichen Quartal im Vorjahr. Ebenso ging die Anzahl der Pay-TV Anschlüsse zurück. So waren es im Vorjahr noch 65000 während jetzt noch 42000 Kunden einen entsprechenden Anschluss hatten.

o2 muss Umsatzeinbußen hinnehmen

Das Unternehmen musste auch ein paar Einbußen beim Umsatz hinnehmen. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres erwirtschaftete das Unternehmen 3,67 Millionen Euro. 1,2 Millionen Euro davon sind im aktuellen Quartal umgesetzt worden. Das ist ein leichter Rückgang von 5,2 beziehungsweise 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz im Mobilfunkgeschäft belief sich in den ersten neun Monaten auf 2,25 Millionen Euro. Im dritten Quartal schaffte das Unternehmen noch 765 Millionen Euro. Bei der Mobilfunk-Hardware schaffte das Unternehmen einen Umsatz von 482 Millionen Euro, was 2,1 Prozent mehr als im Vorjahr sind. Allerdings wurde etwas weniger Hardware gekauft. So ist die Anzahl der verkauften Geräte um 11 Prozent zurück gegangen. Das Festnetzgeschäft lag in den ersten neun Monaten 2013 bei Umsatzerlösen von 938 Millionen Euro. Das sind 9,5 Prozent weniger als im Vorjahr.

 

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