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Spion im Kinderzimmer: Bundesnetzagentur fordert Vernichtung von Cayla

Vernetztes Spielzeug, das noch dazu mit den Kids interagieren kann, ist auf dem Vormarsch. Vorbei sind die Zeiten, in denen der Nachwuchs beim Spiel mit Puppen spricht und sich die Antwort dabei selbst zurecht basteln muss. Oder brechen sie jetzt vielleicht gar wieder an?

Wenn die Puppe zum Spion wird

Bereits in der Vergangenheit fielen diverse Puppen auf, die mit dem Kind kommunizieren können. Diese Interaktion folgt in der Regel über eine Verbindung zum WLAN und über dieses zu Servern des Herstellers, der die Aufnahmen des Kindes speichert und verarbeitet. Dadurch erhält die Puppe die Möglichkeit, sich zu „erinnern“ und sich zugleich zu verbessern, indem immer ausgefeiltere Antworten kommen bzw. auch Fragen gestellt werden können.

Wie diverse Medien nun berichten, zieht die Bundesnetzagentur eine Puppe nun aus dem Verkehr „My Friend Cayla“ nennt sich diese, die seit Monaten von Verbraucherschützern kritisiert und als gefährlich erwachtet wird.

Um die Puppe aus dem Handel zunehmen, erklärt die Behörde eine „unerlaubte funkfähige Sendeanlage in Kinderspielzeug“.

Cayla sollte vernichtet werden

Daten- und Verbraucherschützer schlagen bereits seit langem Alarm, wann immer Spielzeug dieser Art auf den Markt kommt. Kameras und Mikrofone, die mit dem Internet verbunden sind, stellen Experten zufolge eine Gefahr dar.

Wenig verwunderlich: Die Kinder werden schließlich regelrecht abgehört, die Daten gespeichert und zur Interaktion ausgewertet. Nicht nur die Privatsphäre sehen Verbraucher- und Datenschützer gefährdet. Es könnten aber nicht nur Informationen weitergegeben werden, die vertraulich sind. Kinder verstehen manche Zusammenhänge völlig anders als Erwachsene, weshalb Situationen womöglich völlig falsch abgespeichert werden und die Puppe „alarmieren“ – und wer weiß, wen noch. Zudem könnten sich Fremde mit ausreichend Kenntnissen in die Puppe hacken und mit dem Kind Kontakt aufnehmen.

Der Schritt, zu dem die Bundesnetzagentur rät, mag drastisch klingen, aber unter den angeführten Punkten auch nur allzu logisch: Eltern werden dazu angehalten, die Puppe unschädlich zu machen und damit zu vernichten.

Über Nicole Saelzle

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