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Solarwärme: Deutschland hinkt hinterher

Solarwärme
Bildquelle: Thomas Max Müller / pixelio.de
(AK) Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) kritisiert den langsamen Ausbau der Solarwärme-Technologie in Deutschland. Die Organisation fordert deutlich mehr Anstrengungen, um den im Nationalen Aktionsplan für Erneuerbare Energien abgestrebten Zielwert im Jahr 2020 zu erreichen.

Bisher ernüchternde Ergebnisse: Deutschland vernachlässigt Solarwärme

Der Verband der deutschen Solarwirtschaft schlägt Alarm: Während die Energiewende beim Strom rasch voranschreitet, wurden die Ansprüche bei der Wärmeerzeugung noch nicht annähernd erfüllt. Laut BSW-Solar müssten pro Jahr mehr als 2 Millionen Quadratmeter Fläche an Solarkollektoren neu installiert werden, 2012 waren es aber nur 1,15 Millionen. Im EU-weiten Vergleich, heruntergerechnet auf den Ausbau pro Kopf, belegte Deutschland damit nur den sechsten Rang hinter Staaten wie Österreich und Dänemark.

Verband drängt auf höhere Förderung

Auch der Ausbau anderer erneuerbarer Wärmetechnologien würde die Nachlässigkeit bei der Solarwärme nach der Einschätzung von BSW-Solar nicht auffangen. Der Verband kritisiert, dass die Politik Handeln vermissen lasse. Stattdessen würden die Verantwortlichen die Fördermittel sogar zurückfahren. Laut dem Verband sinke die Summe für alle Varianten der regenerativen Wärmeenergie nächstes Jahr um etwa acht Prozent auf dann 374 Millionen Euro. BSW-Solar plädiert dagegen für eine deutliche Ausweitung der Förderung.

Wärme als unterschätzter Bereich der Energiewende?

In seiner Stellungnahme betont BSW-Solar die große Bedeutung erneuerbarer Wärmetechnologien für die Energiewende. Die Heizenenergie trage in erheblichem Umfang zur Belastung des Klimas bei, deshalb bedürfe es dringend eines höheren Anteils an alternativen Energien. Nur so lasse sich das Klima in Kombination mit den Fortschritten bei der Stromproduktion effektiv schützen. Der Verband verweist zudem auf die finanziellen Belastungen der Verbraucher, die in den letzten Jahren stark steigende Heizkosten hinnehmen mussten. Die Vertreter der Solarwirtschaft glauben, dass eine konsequente Umstellung auf regenerative Energien die Verbraucher dauerhaft entlasten würde. Damit sei die Förderung der Solarwärme zugleich Umwelt- und Verbraucherschutz.

Quelle: Pressemeldung vom Bundesverband Solarwirtschaft

Über Andreas Kappler

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