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R+V Versicherung: Davor haben die Deutschen Angst

(CT) In jedem Jahr ermittelt die R+V Versicherung in einer groß angelegten Studie die Ängste der Deutschen. Dabei wird eine repräsentativ ausgewählte Zielgruppe zu bestimmten Themengebieten gefragt. Die Überraschung in der Studie: Die Deutschen haben weniger Angst davor, dass die Politiker mit ihren Aufgaben überfordert sind. Nur noch 45 Prozent, das sind zehn Prozent weniger als im Vorjahr, gehen davon aus, dass die Politiker mit ihre Aufgabe nicht zurecht kommen. Seit Beginn der Studien ist das der niedrigste Stand. Eine der größten Befürchtungen, so ergab sich aus der Studie, ist, dass die Deutschen die Zeche für die Euro-Schuldenkrise als Steuerzahler bezahlen müssen. Ebenso große Angst haben die Deutschen vor steigenden Lebenshaltungskosten oder aber vor der steigenden Anzahl an Naturkatastrophen. Auch die Angst im Alter als Pflegefall zu enden ist größer geworden.

Deutsche sind relativ gelassen

Insgesamt wurden für die Studie 2500 Menschen befragt. Das Ergebnis im Groben: Die Deutschen sind eher gelassen. Der Angstindex, so ergab die Studie, liegt aktuell bei 41 Prozent und damit um einen Prozentpunkt höher als im vorherigen Jahr. Dennoch verharrt er weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. Die größte Furcht bei den 16 Standardfragen beschäftigt sich laut der Studie mit den wachsenden Lebenshaltungskosten, vor der 61 Prozent aller Befragten Angst haben. Diese Angst ist zum 14. Mal an der Spitze der Studie und scheint somit die Hauptangst der Deutschen zu sein. Grund dafür ist, dass viele Lebensmittel teurer werden und damit eine gefühlte Inflation vermitteln. Viele Deutsche hätten trotz steigender Löhne weniger Geld zur Verfügung, was auch an den gestiegenen Kosten für Strom und Benzin liegt. Platz 2 der führenden Sorgen sind die zunehmenden Naturkatastrophen mit 56 Prozent. Direkt danach folgt mit 55 Prozent die Angst der Deutschen im Alter als Pflegefall zu enden.

Angst vor Überforderung der Politiker nur noch auf Rang 6

Die schon angesprochene Angst das Politiker überfordert mit ihrer Arbeit sein könnten. Durch das Sinken der zustimmenden Teilnehmer bei der Frage um zehn Prozent rangiert diese Angst nur noch auf Platz 6 der Studie. Der Spitzenwert dieser Sorge wurde 2003 gemessen, wo 66 Prozent der Deutschen von einer Überforderung der Politiker mit ihren Aufgaben ausgingen. Im Normalfall war der Wert vor Bundestagswahlen im Vergleich immer höher. Das trifft in diesem Jahr vor der Bundestagswahl kaum zu. Seit einigen Jahren gibt es neben den Standardfragen auch einen Sonderteil zur Euro-Schuldenkriese. Dabei stellte sich heraus, dass die meisten Deutschen mit 68 Prozent um ihre Ersparnisse fürchten. 53 Prozent der Deutschen fürchten sich hingegen dafür, dass der Euro als Währung bei der Schuldenkrise Schaden nehmen könnte. Weiterhin ergab die Studie, dass die Einheit zwischen Ost und West zumindest bei den Sorgen gegeben ist. In Ostdeutschland kann ein Stimmungshoch verzeichnet werden. Der Angstindex ist dabei so niedrig wie schon seit Mitte der 90er Jahre nicht mehr. Das Niveau liegt hier aktuell bei 41 Prozent. Damit liegt es auf dem gleichen Level wie in Westdeutschland.

 

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