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Purer Luxus: Gemüse nahezu unbezahlbar

Von wegen Hasenfutter. Wer sich derzeit zum Gemüsestand begibt, um in der kalten Jahreszeit seinen Vitaminpegel aufzustocken, der muss nun äußerst tief in die Tasche greifen. Inflation. Klar. Dieses Unwort ist derzeit in aller Munde. Doch die Schuld an der enormen Verteuerung von Gemüse trägt nicht allein die Inflation.

Mieses Wetter treibt Preise in die Höhe

Schuld an den hohen Preisen für das Grünzeug hat auch das schlechte Wetter im Mittelmeerraum. Vor allem der Eisbergsalat macht im Moment Schlagzeilen: In Großbritannien wurde er bereits rationiert.

Konnte ein Kopf Eisbergsalat im vergangenen Jahr noch für 65 Cent erstanden werden, muss man der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) zufolge nun ganze 2 Euro hinblättern. Ebenso hätten sich Brokkoli und Zucchini verteuert – im Gegensatz zum Jahr 2016 kosten diese nun dreimal so viel.

Vorübergehender Trend oder langfristig unbezahlbar

Wie verschiedene Medien berichten, ist die Situation im Mittelmeerraum dramatisch. Gemüseplantagen verlieren unter Schnee und Eis ihre Ernte. Nicht nur Brokkoli ist betroffen. Auch Artischocken, Blumenkohl und Auberginen wurden aufgrund der Wetterlage entsorgt.

In Deutschland gibt es zwar auch heimisches Gemüse, das nun alternativ wieder herhalten muss. Doch ein großer Teil des Gemüses im Supermarkt wird vom Mittelmeerraum importiert. Insbesondere Spanien sei AMI-Gartenbauexpertin Birgit Rogge in den Wintermonaten Deutschlands wichtigster Lieferant.

Da zwei Drittel des Gemüses in deutschen Geschäften importiert werden, gehen die Experten davon aus, dass die Preise langfristig hoch ausfallen werden. Gemüse wird also zu einem wahren Luxus. Wer sparen möchte, könne dem WDR zufolge vor allem auf Weißkohl und Möhren setzen, die günstiger sind als im Vorjahr.

Über Nicole Saelzle

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