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Private Krankenversicherung spekuliert auf leichtere Erhöhungsmöglichkeiten für Tarife

(CT) Wenn es nach den Anbietern privater Krankenversicherungen geht, so sollen Beiträge durch sie in Zukunft noch einfacher erhöht werden können. Eine entsprechende Forderung gegenüber der neuen Bundesregierung machten sie jetzt öffentlich. So soll die Kalkulationsgrundlage überarbeitet werden, um hohe Sprünge von Beiträgen zu vermeiden. Derzeit ist eine Erhöhung nur dann möglich, wenn die tatsächlichen Kosten fünf Prozent über den kalkulierten Kosten liegen. Ab zehn Prozent Differenz muss der Satz sogar erhöht werden.

Versicherte sollen über Jahre nicht mehr zahlen

Die Grenze sei deshalb ungünstig, so sagte Volker Leienbach vom Verband der privaten Krankenversicherungen, weil dann jahrelang die Erhöhungen der tatsächlichen Kosten so gering gewesen seien, dass laut Gesetz eine Anhebung des Beitrages nicht möglich gewesen sei. Stattdessen haben die Versicherungen dann etwas später einen großen Sprung bei der Beitragserhöhung machen müssen. Den Versicherungen ginge es nicht darum, dass die Versicherten immer mehr Kosten zu tragen bekommen, sondern um eine schonendere Anhebung für den Kunden. Zudem will der PKV-Verband erwirken, dass Arbeitnehmer bereits mit einem geringeren Einkommen in die private Krankenversicherung wechseln können. Im nächsten Jahr kann ein solcher Wechsel erst bei einem Jahreseinkommen von 53550 Euro vorgenommen werden. Die privaten Krankenversicherer wollen stattdessen lieber eine Grenze von 48600 Euro. Auch die Mitnahme von Altersrückstellungen sollen nach Wunsch des PKV-Verbandes abgeschafft werden. Ein solcher Wechsel ist bisher lediglich Neumitgliedern möglich. Altenkunden, die von einer privaten Versicherung zur anderen wechseln haben jedoch nicht diese Möglichkeit. Sowohl CDU als auch SPD arbeiten an Veränderungen bei den Rechten der privaten Krankenversicherungen. Die SPD will sogar den Wechsel von der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung möglich machen.

 

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2 Kommentare

  1. 1.) Die Mitnahme von Altersrückstellungen ist auch für länger Versicherte dringend erforderlich. Sonst haben länger Versicherte keine Möglichkeit zum Versicherungswechsel. Das bedeutet in der Praxis die Ausschaltung des Marktes für länger Versicherte und widerspricht DEM !! elementaren Prinzip der Martwirtschaft.

    2.) Es ist daher auch logisch und marktkonform, stets den Wechsel von der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung möglich machen.

    • Mitnahme der Altersrueckstellungen?
      Jede Gesellschaft kalkuliert diese
      doch frei.
      Bedeutet: unserioese Kleinstgeselkschaften haben ueber
      Jahrzehnte wissentlich zu wenige
      AR kalkuliert um Dumpingpreise
      anzubieten. Das Bafin hat dann
      diese gezwungen im Zweistelligen
      Prozentbereich zu erhoehen.
      Diese geben nix mit….und die
      Serioesen Marktführer die solide
      fuer Ihre Versicherten kalkuliert haben geben dann extrem viel mit?
      Sollen die Windeier dafuer noch
      belohnt werden?

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