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Bildernachweis: Krankenkasse - CC0 Public Domain / Pixabay.com

Private Krankenkassen verlieren Mitglieder

Verbraucher sehen sich in Deutschland immer höheren Kosten gegenüber. Die Kraftstoffpreise ziehen an. Der Strom wird teurer. Die Rentenbeiträge wachsen ins Unermessliche. Und auch die Krankenkassen legen kräftig zu.

Private Krankenkassen verlieren Mitglieder

In Deutschland gilt die Versicherungspflicht. Dabei muss man sich entscheiden, ob man lieber in die gesetzliche oder doch lieber in die private Krankenkasse investiert. Während die gesetzliche Krankenkasse regelmäßig die negativen Schlagzeilen beherrscht, weil ein weiteres Mal die Preise kräftig nach oben geschraubt werden, sind aber auch die Beiträge der privaten Krankenkassen nicht zu verachten. Natürlich zahlt weniger, wer jung und gesund ist. Damit füttern die privaten Krankenkassen ihre Mitglieder an. Ebenso mit attraktiven Angeboten der Kostenübernahme und Zusatzleistungen, von denen gesetzlich Versicherte nur träumen können.

Allmählich kommen die privaten Krankenkassen aber ins Wanken, wie diverse Medienberichte belegen. In den letzten fünf Jahren haben die privaten Krankenkassen damit zu kämpfen, dass sie konstant Mitglieder verlieren.

Demnach wechselten zwischen 2012 und 2015 zwar rund 520.000 Versicherte von der gesetzlichen Krankenversicherung in die private Krankenkasse. Doch im Gegenzug verließen 609.000 Versicherte die private Krankenkasse, um sich gesetzlich zu versichern.

Das Ende der privaten Krankenkasse?

Das wäre nun wirklich übertrieben. Aber allmählich sollte sich die PKV Gedanken darüber machen, weshalb die Menschen weniger begeistert von der privaten Krankenkasse sind. Auch wenn die gesetzliche Krankenkasse ebenfalls lästige Pflicht ist und die Beiträge den Verbrauchern mehr und mehr die Tränen in die Augen treiben, so kann sich manch einer die private Kasse schlichtweg einfach nicht mehr leisten. Oder möchte sie sich nicht mehr leisten.

Über Nicole Saelzle

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Ein Kommentar

  1. Jedes Jahr (zumindest bei freiwillig Versicherten) und bei jeder gehaltsänderung erhöht sich der Beitrag in der GKV. Die pkv darf aber nur bei Überschreiten von Grenzwerten die Beiträge anpassen. Das kann durchaus nach einem Jahr oder aber auch nach 2. 3 oder mehr Jahren passieren. Die Anpassung ist dann meist 2 stellig.
    Privatversicherte haben meist keine Ahnung, was sie selbst in der GKV zahlen mussten. Das Gejammer wäre dann durchaus niedriger.
    Zu den geringeren Zahlen in der PKV:Wenn die Hürden für einen Wechsel in die pkv immer höher gesetzt werden und gleichzeitig vorher versicherte Kinder mit Aufnahme eines Berufes pflichtversichert werden, sinken die Mitgliederzahlen.

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