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Bildernachweis: Milchpreise im Keller - Ist der Verbraucher schuld? - CC0 Public Domain / Pixabay.com

Pfand auf Milchtüten und Saftflaschen gefordert

Wie unter anderem die „Welt“ berichtet, könnte es bald der Fall sein, dass bei Pfand auf Falschen und Dosen noch lange nicht Schluss ist. Der Bundesrat fordert nun das Pfand für Milchtüten und Saftflaschen.

Wirtschaftsverbände schlagen Alarm

Dieser Vorschlag kommt bei kaum einem gut an. Abgesehen davon, dass die Verbraucher schon jetzt im Pfanddschungel oftmals den Kürzeren ziehen, sehen Wirtschaftsverbände zudem ganz andere Probleme auf Verbraucher und Wirtschaft gleichermaßen zukommen. Sie warnen demnach vor erhöhtem bürokratischen Aufwand sowie vor hohen Kosten.

Nachvollziehbar sind diese Befürchtungen allemal. Gerade die Milchwirtschaft ist ohnehin preislich völlig zerrüttet. Seit Jahren kämpfen Milchbauern um höhere Preise je Liter Milch. Nur allmählich kommt der Handel diesen Forderungen nach. Ein Pfand auf Milchtüten könnte die Milchwirtschaft ein weiteres Mal auf den Kopf stellen.

Ähnlich geht es aber auch in der Saftindustrie zu. Diese sieht sich derzeit mit miserablen Ernten im Mittelmeerraum konfrontiert und hat aus diesem Grund bereits hohe Einbußen zu befürchten. Fällt künftig ein Pfand auf Saftflaschen an, könnte dies der Industrie weitere Steine in den Weg legen.

Auch dem Wein geht es an den Kragen

An dieser Stelle ist allerdings noch lange nicht Schluss. Ein Pfandlogo könnte künftig auch Weinflaschen zieren, wie diverse Medien weiterhin berichten. Auch hier wird bereits kräftig Alarm geschlagen. Denn gerade kleine Winzer sehen sich dann mit Kosten konfrontiert, die sie nicht zwangsläufig schnell einmal wegstecken können. Vor allem die Rücknahme des Leerguts würde viele Winzer vor eine wahre Herausforderung stellen, deren kleine Weinkellereien nicht gewachsen sind.

 

Über Nicole Saelzle

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