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Nürnberger Versicherung verklagt: Verbraucherzentrale will mehr Kundenschutz

(CT) Die Verbraucherzentrale Hamburg hat fünf Versicherungen verklagt. Der Verein verlangt von den Versicherungen einen besseren Kundenschutz. Konkret geht es dabei um die Nürnberger Versicherung, die Postbank, DBV, Aachener Münchner und die Axa. Dabei beruft sich die Verbraucherzentrale auf eine Rechtsprechung aus dem Jahr 2012, bei der es um Klauseln im Bezug auf Kündigung, Beitragsfreistellung und Stornoabzug im Bezug auf Kapitallebens- und Rentenversicherungen geht. Das Urteil werde von den beklagten Versicherungen nicht umgesetzt, so die Verbraucherzentrale. Der Bundesgerichtshof hatte entschieden, dass Klauseln, die sich im Fall einer Kündigung durch den Verbraucher für ihn zum Nachteil auswirken aus den Verträgen gestrichen werden müssten. Dabei geht es um Dinge wie Abschlusskosten, Provisionen oder eine Kündigungsstrafe, also dem sogenannten Stornoabzug. Laut dem Urteil dürfen Verbraucher nach dem Urteil finanziell nicht mehr so stark benachteiligt werden.

Die beklagten Versicherungen reagierten nicht

Die Verbraucherzentrale in Hamburg reichte das Urteil mit der Begründung ein, dass das Urteil nun schon seit zwei Jahren stehe und trotzdem die beklagten Versicherungen die Richtlinien in ihren Bedingungen nicht umsetzten. Deswegen seien jetzt Prozesse gegen die Versicherer vor den jeweiligen Landgerichten beantragt worden. Edda Castelló von der Verbraucherzentrale Hamburg sagte, dass es den Versicherungen im Wesentlichen darum gehe, Zeit zu gewinnen. Den Verbrauchern soll dabei das Geld möglichst lange vorenthalten werden.

 

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