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Kasko-Versicherung muss bei geplatztem Reifen zahlen

(CT) Ein Reifenplatzer auf der Autobahn ist sehr ärgerlich. Er verursacht teilweise enorme Schäden. Doch jetzt gibt es gute Nachrichten für Autofahrer. Laut einem aktuellen Urteil des Landesgerichts in Karlsruhe muss die Versicherung im Fall von einem geplatzten Reifen zahlen. Im konkreten Fall ging es um einen Unfall aus dem Jahr 2012, bei dem durch eine Schraube oder einen anderen Gegenstand der hintere rechte Reifen eines Autos geplatzt war. Die Versicherung verweigerte dabei die Zahlung, da es sich laut einem Gutachter um einen typischen Betriebsschaden handele. Gemäß den Allgemeinen Bedingungen für die Kraftfahrtversicherung (AKB 2008) müsste die Versicherung, so der Gutachter für einen solchen Schaden nicht zahlen.

Betriebsschaden oder Unfallschaden? Das ist die Frage

Das Gericht widersprach der Versicherung. Entscheidend sei vielmehr, inwieweit es sich um einen Betriebs- oder Unfallschaden handele. Das Gericht entschied auf einen Unfallschaden, da es sich um einen nicht sichtbaren und damit umfahrbaren Gegenstand auf der Fahrbahn handele, welches sich tief in den Reifen eingearbeitet habe. Der Fahrer konnte den Schaden laut dem Gericht dabei weder selbst verursachen, noch ihn vermeiden. Damit sei es eindeutig ein Unfallschaden. Die Versicherung müsse für den geplatzten Reifen sowie die daraus entstandenen Folgeschäden zahlen. Das Urteil bezieht sich dabei auf eine normale Kasko- und keine spezielle Versicherung.

 

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