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Ist nun jeder ein potenzieller Terrorist? – Alle Bank-Kunden werden auf Terrorismus überprüft!

Bildnachweis geralt / CC0 Public Domain-Pixabay.com

(AK) Die Metapher des „Gläsernen Menschen“ hat vor einigen Jahren noch bei vielen Menschen für ein leichtes Schmunzeln auf den Lippen gesorgt. Heute ist die Ideologie des Gläsernen Menschen eher nachzuvollziehen als je zuvor. Nach biometrischen Personalausweisen und Krankenversicherungskarten mit Lichtbild müssen nun alle Bankkunden in Zukunft mit einer routinemäßigen Terrorismus-Überprüfung leben. Der Entwurf sieht vor, das Ausweispapiere und Informationen zum Kunden eingefordert und genauestens überprüft werden dürfen. Nach dem Entwurf des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht müssen sich nun alle Bankkunden auf eine Überprüfung einstellen, Vorwand zu dieser Maßnahme ist der Kampf gegen die internationale Geldwäsche.

Terroristen-Screening soll für mehr Sicherheit sorgen

Beim Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht wurde der Beschluss der Überprüfung so definiert, dass jeder Bankkunde ein Screening über sich ergehen lassen muss, welches Kontakte zu Terroristen routinemäßig untersucht. Das Screening soll nicht nur kleinere Bankkunden mit einem schlechten Risiko sondern auch Großverdiener und -Anleger betreffen. Nach Informationen von Bloomberg wurde der sogenannte
„Sound Management of risks related to money laundering and financing of terrorism“-Bericht am vergangenen Donnerstag in Basel vorgestellt. Bei den zuständigen Aufsehern soll die Überprüfung des Bank-Kunden noch weiter gehen, die Guthaben der Kunden, welche die Testkriterien erfüllen, sollen nach dem Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht mit sofortiger Wirkung eingefroren werden können.

Bankkunden werden zu den Papieren gebeten

Bankkunden müssen nach Beschluss des Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht Ausweispapiere zur Verfügung stellen, die notwendige Informationen bereithalten, welche für die Überprüfung des Kunden ausreichen. Dazu können beispielsweise Pässe, Personalausweise und Führerscheine gezählt werden, auch Konto-Dateien, die Auskunft über die finanziellen Transaktionen liefen können hierzu gezählt werden.
Darüber hinaus können auch geschäftliche Korrespondenzen bei der Überprüfung berücksichtigt werden.

Der Einfluss des Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht ist weitreichend. Zu dem Ausschuss für Finanzen und Zentralbanken sind heute insgesamt 27 Nationen vertreten. Die umfangreichen Überprüfungen sollen die Angst vor dem internationalen Terrorismus eindämmen und Konten zur Finanzierung krimineller Vereinigungen aufdecken, darüber hinaus soll durch den Beschluss die internationale Geldwäsche wesentlich eingedämmt werden können. Die internationale Geldwäsche hat in den vergangenen Jahren immer größere Kreise gezogen. Vor allem seit der Finanzkrise ist die Geldwäsche immer weiter in das Blickfeld des Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht geraten, das beliebte Thema im Bereich Bankenregulierung wird also auch in Zukunft nicht an Bedeutung einbüßen müssen. Kritiker sehen in dem Beschluss des Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht allerdings kein zeitgemäßes angemessenes Vorgehen zur Sicherheit, sondern vielmehr eine größere Anhäufung von Daten, die ebenso gut unter einem Vorwand missbraucht werden könnte.

Über Andreas Kappler

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