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„Internet ist Neuland“ – Merkel-Äußerung amüsiert die Netzgemeinde

Foto: Armin Linnartz via Wikimedia Commons
Foto: Armin Linnartz via Wikimedia Commons

(AK)Bundeskanzlerin Angela Merkel hat während des Besuchs von US-Präsident Barack Obama für große Erheiterung in diversen Internetforen und auf den Social-Media-Plattformen gesorgt. Grund ist eine Äußerung der Kanzlerin, die sie im Zusammenhang mit dem Spionageprogramm des US-amerikanischen Geheimdienstes NSA verlauten ließ. Das Internet sei „für uns alle Neuland“, so der verhängnisvolle Satz Merkels, der in kürzester Zeit eine Welle von Hohn und Spott auslöste. Unzählige Tweets mit dem Schlagwort #Neuland haben dafür gesorgt, dass sich der Faux pas der Bundeskanzlerin mit rasender Geschwindigkeit verbreitete, und die Zahl der Facebook-Nutzer, die entsprechende Inhalte teilten, hatte bereits wenig später eine vierstellige Größenordnung erreicht.

Steilvorlage für Spötter im Netz

Ironische Pseudo-Zitate erinnern erinnern an Kaiser Wilhelm II., der öffentlich bekannt hatte, er glaube an das Pferd, und das Automobil sei nur eine vorübergehende Erscheinung. So wird ein Bild von Merkel mit der bissigen Bildunterschrift versehen „Ach, dieses Internet…“, – das werde sich nicht durchsetzen. Eine andere Stimme gibt den „hilfreichen“ Hinweis, das sei „mit Computer“. Und ein dritter meint, das gebe es ja erst seit vorgestern. Es sei noch ganz frisch, und das müsse man noch gar nicht so genau kennen. Auch die saarländische Piratenpartei beteiligt sich an den spöttischen Debatten und lanciert ein Foto, auf dem die Kanzlerin dabei zu sehen ist, wie sie offensichtlich sehr konzentriert auf den Monitor eines Netbooks sieht, während ein Kind neben ihr steht. Über das Foto haben die Piraten die Frage geschrieben: „Bin ich jetzt schon drin?“

Denkwürdiger Tag: Neuland entdeckt

Bei Twitter wird indessen öffentlich überlegt, „demnächst auf EDV umzusteigen“, weil sich dort die Typenhebel beim schnellen Tippe nicht so leicht verhaken würden. Jemand anders meint, so ähnlich müssten sich die Indianer gefühlt haben, als Kolumbus bei ihnen Neuland entdeckt habe. Auch dass der 19. Juni wegen Merkels „Neuland-Entdeckung“ in die Geschichte eingehen werde, ist in einem Tweet zu lesen. Bleibt nur zu hoffen, dass die klammheimliche Schadenfreude über diesen Tritt ins Fettnäpfchen nicht die anderen, weit wichtigeren Äußerungen von Merkel und Obama anlässlich ihres Zusammentreffens in Berlin überlagert, so etwa die neue Initiative des US-Präsidenten zur Reduzierung der atomaren Bedrohung in der Welt durch eine weitere Abrüstungsrunde.

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