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Gasversorgung: Russland stellt die Weichen neu

512px-Moscow,_City_May_2010_03(ARK) In Zeiten der UDSSR war die Gasindustrie fest in der Hand der sowjetischen Staatsregierung. Inzwischen hält Russland immer noch 50 Prozent Eigentumsanteile von  Gazprom. Ab nächstem Jahr soll nun Schluss sein mit der Monopolstellung in Russlands Wirtschaft.

Gazprom (in Deutschland Gasprom geschrieben) ist wichtigster Gaslieferant nach Europa. Die Pipelines des “Gas-Riesen“ verlaufen durch die umliegenden Nachbarstaaten bis tief nach Europa. Rund ein Viertel des nach Europa exportierten Gases stammt von Gazprom. Ein Gesetz von vor sieben Jahren ermöglicht der ehemaligen Staatsabteilung für Energiewirtschaft und Transporte, das Monopol auf Gasexporte. Damit soll nächstes Jahr Schluss sein, denn Russland selbst orientiert sich auf Alternativen wie dass des Kontrahenten-Projekt Jamal von Novatek. Dies sieht den Flüssigerdgas Abbau in der Arktis vor, das später in Tankschiffen transportiert und ausgeliefert werden soll.

Russland steht in lang anhaltender Rivalität mit den USA, die mit Exxon Mobile das wertvollste Unternehmen weltweit auf dem Weltwirtschaftsmarkt positioniert haben. Die USA haben mit der speziellen Erdgasförderung „Fracking“ einen enormen Industriezweig hervor gebracht. Besonders der Abbau auf dem eigenen Kontinent bedeutet für die USA die Loslösung von Russland oder den Golfstaaten, deren Erdöl-Produktion in wenigen Jahrzehnten versiegen dürfte.

Bildquelle: By Photo: NVO (Own photo.) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0-2.5-2.0-1.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Über Arno Kuss

Freiberuflicher Redakteur, Autor und Storyteller. Themenschwerpunkte: Zeitgeist, Gesellschaft und Umwelt. Für mich zählt die Geschichte in der Meldung.
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