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Fusion von E-Plus und o2 könnte zu frei werdenden Mobilfunk-Frequenzen führen

(CT) Schon seit Monaten ist die Fusion zwischen E-Plus und o2 ein heißes Eisen im Bereich der Mobilfunk-Branche. Gründe dafür finden sich vor allem in der Größe des entstehenden Unternehmens, sowie im Bezug auf die Übermacht bei den Mobilfunk-Frequenzen. Bei einer Fusion würde das entstehende Unternehmen automatisch zum größten Anbieter im Bereich der Mobilfunk-Branche aufsteigen, was den Kundenstamm betrifft. Außerdem hätten beide Unternehmen zusammen eine Mobilfunk-Abdeckung, die weit über die von Vodafone und Telekom reichen würde. Speziell um den letzten Punkt machen sich die beiden derzeit führenden Unternehmen sorgen. Dabei geht es vorwiegend um die Frequenzen die im Bereich von über 1 Gigahertz liegen. Diese werden derzeit für die Verfügbarkeit von LTE und UMTS genutzt. Bei einer Fusion würde das entstehende Unternehmen 61 Prozent der Frequenzen oberhalb der 1 Gigahertz Grenze erhalten und könnte entsprechende eine sichere Abdeckung und einen besseren Transport für die Nutzer von Datendiensten gewährleisten als Vodafone und die Telekom. Damit sei eine Wettbewerbsverzerrung unübersehbar, da das entstehende Unternehmen eine Übermacht im Bereich der Frequenzbereiche 1,8, 2,1 und 2,6 Gigahertz darstellen würde.

Vodafone: Ineffiziente Nutzung der Frequenzen bei Komplettübernahme

Das Problem, was sich aus einer kompletten Übernahme der Frequenzen durch das fusionierte Unternehmen ergibt, ist aus Vodafone deren ineffiziente Nutzung. Dies käme vor allem durch das hohe Spektrum an Frequenzen zustande, welches größer sei als das von der Telekom und von Vodafone. Einen Neueinsteiger in den Mobilfunkmarkt wünscht sich Vodafone selbst nicht. Sollten die Frequenzen für einen Neueinsteiger im Markt freigehalten werden, so müssten laut Vodafone ein Coverage Layer für die GSM-Abdeckung, sowie ein Layer für UMTS und LTE vorhanden sein. Dabei verlangt das Düsseldorfer Unternehmen 2 x 5 Megahertz unterhalb der 1 Gigahertz Marke für den Coverage Layer und 2 x 10 Megahertz für die schnellen Datenverbindungen.

Telekom: Ein neuer Mitbewerber würde die notwendige Konsolidierung verhindern

Auch die Telekom ist für einen neuen Mitbewerber nicht unbedingt offen. Das Unternehmen äußerte sich so, dass ein neues Unternehmen als große Marke im Mobilfunk-Markt die notwendige Konsolidierung verhindern würde. Kleinere Unternehmen wie etwa Airdata fordern jedoch, die Frequenzen freizugeben, um einem neuen Unternehmen die Chance zu geben, sich am deutschen Markt zu etablieren. Im Zuge der möglichen bevorstehenden Fusion stellt sich unterdessen die Bundesnetzagentur die Frage, ob nicht vor dem Auslaufen der GSM-Frequenzen im Jahr 2016 jetzt schon Handlungsbedarf vorhanden ist. Auch hier sind Telekom und Vodafone unterschiedlicher Meinung. Die Telekom teilte mit, dass der Umbau der Anlagen so lang dauern würde, dass nur noch eine geringe Restnutzungszeit vorhanden sei. Vodafone hingegen befürchtet angesichts einer möglichen Zusammenlegung von Frequenzen eine Wettbewerbsverzerrung.

 

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