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Fluthilfe für Beamte fällt besser aus! Sind sie bessere Menschen?

Fluthilfe für Beamte
Foto: www.Rudis-Fotoseite.de / pixelio.de

(AK) Für die meisten Menschen ist es nur sehr schwer vorstellbar: dieses Leid, die Not, das Elend, dieses schier überwältigende Gefühl der absoluten Hilflosigkeit, mit denen man im Rahmen der Hochwasserkatastrophe zu kämpfen hat. Familien mit Kindern, Senioren, Behinderteneinrichtungen, aber auch sozial tätige Institutionen – all diese und viele andere vom Hochwasser Betroffene haben oftmals nicht nur kein Dach mehr über dem Kopf, sind obdach- bzw. völlig mittellos. Sondern sie sind darüber hinaus auch zu fast 100 Prozent auf fremde Hilfe angewiesen: auf finanzielle Unterstützung aus dem Freundes- oder Bekanntenkreis, auf Sachspenden sowie vor allem auch auf Trost oder gar psychologische Hilfe.

Hilflosigkeit auf (fast) allen Ebenen

Man stelle sich nur einmal vor, wie es ist, wenn gewaltige Wasserfluten das Eigenheim überschwemmen, liebgewonnene Dinge und Erinnerungen mitreißen, wichtige Unterlagen nahezu vollständig vernichten oder – und das ist freilich das Schlimmste – gar Menschenleben auslöschen. Niemand, der es nicht erlebt hat, vermag es sich wohl vorzustellen, was es heißt, binnen weniger Minuten alles, aber auch wirklich alles zu verlieren. Ganz gleich, ob es dabei um Papiere bzw. relevante Dokumente, Erinnerungsstücke, Fotos, Bekleidung, Schmuck, Mobiliar oder um Fahrzeuge unterschiedlichster Art geht. Von jetzt auf gleich das „gesittete „Leben eintauschen zu müssen gegen Angst, Armut, Hoffnungslosigkeit, Obdachlosigkeit, Depression und Co… – das ist wahrlich nicht ohne weiteres zu verkraften.

Unbürokratische Hilfe? Einerseits ja, andererseits…

So schwer vorstellbar all dies auch sein mag, so schwierig ist es in diesem Zusammenhang gleichwohl, nachzuvollziehen, dass es in einer solch verheerenden Katastrophensituation in der Tat auch noch Menschen gibt, mehr wert zu sein scheinen, als andere. Die mit Blick auf die Erstversorgung bzw. die Verteilung von Subventionierungen oder Sach- bzw. Geldspenden – man höre und staune – auch noch bevorzugt werden. Eine Utopie? Keineswegs!

Nichts ohne Grund

Werbewirksam – angesichts der bevorstehenden Wahlen auf Regierungsebene – drängten sich, wie es in den Medien nur allzu häufig zu sehen war, die Damen und Herren Politiker vor die wirklich zahlreich vorhandenen Kamerateams, um sodann mit aufgesetzter Trauermine zu verkünden, dass man „ganz gewiss alles daran setzen werde, um allen Betroffenen eine schnelle und vor allem unbürokratische Hilfe zuteil werden zu lassen. Soweit, so schlecht. Sicherlich wurde in Windeseile ein Spendenfonds ins Leben gerufen, welcher den betroffenen Hochwasseropfern ein paar Hundert Euro zuschreiben sollte. Allerdings – und hier scheiden sich die Geister der Gerechtigkeit – erhielten die Beamten des Bundes weit mehr, als das. Mit „den paar Mücken“ gibt man sich offenbar angesichts einer solchen Katastrophe offenbar nicht zufrieden….

Manche sind gleicher…

Apropos Mücken: Durch die steigenden Temperaturen in den einzelnen Hochwasserregionen und das nach wie vor nicht vollständig abgepumpte Wasser – oder sollte es hier nicht besser heißen: Kloake – fühlen sich Mücken und anderes Ungeziefer vor Ort besonders wohl. Von regelrechten Insektenplagen, ja, sogar von Seuchengefahr ist hierbei mittlerweile sogar die Rede! Bundesbeamte haben es angesichts der vergleichsweise „fetten“ Zuwendungen von staatlicher Seite gewiss weitaus leichter, sich mit der verheerenden Situation abzufinden bzw. eine neue (Lebens-)Grundlage zu schaffen. Wo bleiben da „Otto Normalverbraucher“ und „Lieschen Müller“?

Um es auf den Punkt zu bringen: Die finanziellen Hilfen von Bund und Ländern sind – das darf man mit Fug und Recht behaupten – nurmehr ein Tropfen auf den heißen Stein. Aber nicht nur das, sondern auch die Antragsverfahren gestalten sich entgegen der Versprechungen der Regierungsbeamten als äußerst schwierig. Zumindest für den „Normalbürger“. Wer hingegen einen Beamtenstatus vorweisen kann, darf sich über „Abweichungen von der Subventionierungsplanung“ freuen. Im Klartext bedeutet das, dass Beamte des Bundes, die von der Flut betroffen sind, sage und schreibe 10.000 Euro Haushaltsvorschuss erhalten. Schnell und unbürokratisch – versteht sich. Wenn man bedenkt, dass in den von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Regionen immerhin über 200.000 dieser „Nutznießer“ arbeiten, so gibt das wahrlich zu denken.

Man lernt nie aus

Eine derartige Vorgehensweise von staatlicher Seite ist ein herber Schlag ins Gesicht all derer, die „nur“ als „einfacher“ Arbeiter oder Angestellter ihrer beruflichen Tätigkeit nachgehen. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass sich manch einer vorkommt, als lebe man noch im Mittelalter. In Zeiten also, in denen es sich die so genannten „Besseren“ auf Kosten der Schwachen nur allzu häufig allzu gut gehen ließen.

Erwähnens- und denkenswert ist überdies der Aspekt, dass schon während der Hochwasserkatastrophe im Jahre 2002 ähnlich gehandelt und die Beamten besser gestellt wurden. Ein Umstand, der nicht nur ratlos, sondern auch wütend und frustriert macht….pumpen wir das Geld lieber weiterhin in Bankrote Länder und Banken.

Die nächsten Wahlen kommen….

Über Andreas Kappler

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