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EU will Roaming bis 2016 komplett abschaffen

(CT) Dass Telefonieren im Ausland in Zukunft billiger werden soll ist kein Geheimnis mehr. Schon seit längerer Zeit bemüht sich die EU darum, dass diese Forderung in die Tat umgesetzt wird. So wurden unter anderem Maximalpreise festgelegt, die nur noch für die Nutzung von Telefon, SMS und mobiles Internet gezahlt werden dürfen. Vor kurzem war allerdings in der Diskussion, dass eine Abschaffung der Roaming-Gebühren möglicherweise nicht kommen werde. Jetzt kommt jedoch von der EU erneut die Bestätigung, dass Telefonieren, SMS verschicken und das mobile Internet zu nutzen ab Juli 2016 ohne zusätzliche Gebühren möglich sein soll. Geht es nach der EU, so sollten auch zusätzliche Gebühren bei Festnetz-Telefonate bald der Vergangenheit angehören. Damit soll ein Festnetztelefonat in Zukunft ins Ausland nicht mehr kosten als im Inland.

Eine gute Infrastruktur für die Telekommunikation ist eine wichtige Grundlage

Die EU will zur Förderung der Kommunikation auch ein Gesetzespaket mit dem Namen „Vernetzter Content“ auf den Weg bringen. Der Kommissionspräsident José Manuel Barroso sieht eine Notwendigkeit darin einen kommunikativen Binnenmarkt aufzubauen. Damit sollen die europäischen Interessen, der Wirtschaftsaufschwung sowie die Interessen von Privatpersonen stärker in den Fokus genommen werden. Bei den Interessen von Privatpersonen geht es speziell um Nutzer, die mit ihren aktuellen Telefonie- und Internetmöglichkeiten unzufrieden sind. Zur Abschaffung der Roaming-Gebühren soll allerdings kein Anbieter gezwungen werden. Die EU Kommissarin Neelie Kroes geht davon aus, dass durch den Wettbewerb eh eine Situation entsteht bei der keine Gebühren mehr bezahlt werden müssen. Nutzer können schließlich zu einem anderen Anbieter gehen der ihnen für zeitweilige Auslandsaufenthalte einen besseren Preis ermögliche. Das auf den Weg gebrachte Gesetzespaket bilde eine Untermauerung aller tragfähigen Entwicklung aller Branchen in Europa.

Ganz abgeschafft werden die Roaming-Kosten wohl nicht bei allen Anbietern

Zwingen will die EU kein Unternehmen zur Abschaffung der Roaming-Gebühren. Verbraucher müssten damit rechnen, dass auch in den nächsten Jahren noch zusätzliche Gebühren für Handygespräche, das Surfen im Ausland oder für länderübergreifende Festnetz-Telefonate in Rechnung gestellt würden. Dabei handele es sich um objektiv gerechtfertigte Extrakosten. Schließlich will die EU auch nicht, dass die Telekommunikationsunternehmen Verluste aufgrund der Regelungen hinnehmen müssten. Die Extrakosten sollen jedoch von einer nationalen Regulierungsbehörde überprüft werden, damit die Mobilfunk-Anbieter diese Situation nicht ausnutzen. Es handele sich um so winzige Kosten, so Kroes, dass viele Anbieter von vornherein darauf wahrscheinlich verzichten werden, diese in Rechnung zu stellen weil der Aufwand dafür höher ist als der Nutzen.

Netzneutralität muss in der EU gegeben sein

Weiterhin geht es in dem von der EU verabschiedeten Gesetzespaket um die Netzneutralität. Laut dem Gesetzespapier dürfen Inhalte nur dann verlangsamt werden, wenn es sich um bestimmte Inhalte handelt. Das gelte zum Beispiel für Kinderpornografie oder aber bei einer drohenden Überlastung des Internets. Ansonsten müssten sämtliche Inhalte gleich schnell transportiert werden. Dieser Aspekt ist durchaus interessant, da auch die Telekom wegen einer drohenden Überlastung der Netze ab 2016 die Flatrate abschaffen möchte. Damit soll nachhaltig eine hohe Geschwindigkeit gesichert werden. Verbraucher beklagten in diesem Zusammenhang eine Missachtung der Netzneutralität. Speziell zu diesem Fall nahm die EU bisher allerdings nicht Stellung. Das Ziel der EU bei dem Gesetzespaket ist, dass die Verbraucher profitieren. Kritiker bezweifeln, dass dies wirklich der Fall sein dürfte.

 

Über Christoph Till

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