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Einzelverbindungsnachweis: Kunden von Flatrates haben kein Recht darauf

(CT) Besonders für Kunden die gern wissen wollen, wo die Telefonkosten her kommen ist ein Einzelverbindungsnachweis ein sehr nützliches Instrument und nicht wenige Kunden solcher Tarife greifen darauf zurück. Doch Flatrate-Kunden haben hier offenbar einen Nachteil, denn wie das Amtsgericht Bonn jetzt entschied, müssen Anbieter von Pauschaltarifen ihren Kunden keinen EVN ausliefern. Das Gericht verweist dabei auf Artikel 45e des TKG. Diese Regelung ist dabei allerdings nicht wirklich neu, denn bereits im Jahr 2008 wurde festgelegt, dass eine Ausweisung der einzelnen Gespräche bei einem Pauschaltarif nicht nötig sei.

Eine Rentabilitätsprüfung ist kein ausreichender Grund für einen EVN

Der Kunde, der geklagt hatte, forderte den Nachweis deswegen, weil er gern eine Rentabilitätsprüfung vornehmen wollte. Deswegen forderte er für seinen Tarif Business Call L den Einzelverbindungsnachweis an, auf dem sämtliche Telefongespräche aufgeführt sein sollten. Der Tarif, den der Kunde hatte, deckte alle innerdeutschen Gesprächsverbindungen, sowie sämtliche Datenverbindungen ab. Nachdem die Telekom, die den Tarif bereitstellt, das Gesuch seines Kunden ablehnte, kam es zum Gerichtsprozess. Ein Einzelverbindungsnachweis kann laut Gesetz dann angefordert werden, wenn eine Nachprüfung der Teilrechnungsbeträge erfolgen soll. Bei einer Flatrate entfallen diese, da über den Pauschaltarif ja sämtliche Gespräche und Datenverbindungen im Idealfall abgedeckt sind. Deshalb ist die Bereitstellung aus Sicht des Gesetzgebers nicht notwendig.

 

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