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Discounter: Aldi setzt auf Marken

Vermehrt erhalten Kunden in den Discountern der Kette Aldi nunmehr auch Marken. Neu dabei: Spülmittel und Geschirrspültabs. Und ein Ende ist noch nicht unbedingt in Sicht.

Vom Discounter zum Supermarkt

Aldi und weitere Discounter zeichneten förmlich durch eines aus: No-Name-Produkte. Natürlich steht ein Markenname auf den Produkten. Aber das sind für gewöhnlich Namen, die ehemals niemand kannte. In den vergangenen Jahren legten die Aldi-Marken natürlich an Bekanntheit zu. Allerdings wurde vermehrt auch darüber berichtet, dass hinter den Aldi-Marken ebenfalls namhafte Produkte bekannter Top-Marken stecken. Mit dem Unterschied, dass die vermeintlichen No-Name-Produkte wesentlich günstiger zu erstehen sind.

Nach und nach haben Discounter – mit Ausnahme von Netto, der sich schon seit jeher als „Marken-Discounter“ bezeichnet – ihr bestehendes Angebot von Markenprodukten aufgestockt oder überhaupt erst Markenprodukte eingeführt.

Bei Aldi war es zunächst die Coca Cola. Es folgten weitere Markenprodukte. Nun erhalten das Spülmittel von Pril und die Geschirrspültabs von Somat Einzug in das Sortiment des bekannten Discounters.

Schlammschlacht der Preise

Was zunächst für den Kunden gut und recht klingt, das liest sich auf den zweiten Blick gar nicht mehr so großartig. Denn weitere Produkte könnten bald folgen – und eine Preisschlacht sowie ein Supermarkt-Sterben auslösen.

Bereits mit seinen Billigpreisen auf Discountermarken konnte Aldi der Konkurrenz zusetzen. Kunden kauften lieber bei Aldi denn beim teureren Supermarkt mit Markenprodukten. Wird Aldi mehr und mehr zum Supermarkt und behält seine günstigen Preise bei, wird so manch ein traditioneller Supermarkt noch weiter ins Straucheln geraten. Denn nicht jeder kann bei den günstigen Preisen mithalten – und muss einpacken.

Aldi ist allerdings nicht das einzige Problem der traditionellen Supermärkte. Konkurrent Lidl gibt sich in den vergangenen Wochen ebenfalls Mühe, mit aggressivem Marketing auf No-Name- und Markenprodukte im eigenen Sortiment hinzuweisen und die Preisunterschiede in der Werbung deutlich herauszuarbeiten.

Über Nicole Saelzle

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