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Der verborgende Öl Krieg – Trieb die USA Griechenland mit Absicht in die Pleite?

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(AK) Viele Indizien sprechen dafür, das die Vereinigten Staaten von Amerika dafür gesorgt haben, dass Griechenland in die Pleite geht, um an deren Ölreserven im Meer zu gelangen. Auf den ersten Blick erscheint dieser Gedanke doch reichlich abwegig. Wenn man jedoch einmal genauer hinschaut und gewisse Fakten berücksichtigt, die nun einfach mal vorhanden sind, erscheint diese These gleich in einem ganz anderen Licht. Die texanische Gesellschaft Noble Energy hat bereits im Jahr 2011 Erdgasvorkommen im Süden Zyperns entdeckt. Diese Erdgasvorkommen könnten Europa unabhängiger von Russland machen, wenn es um das wertvolle Erdgas geht. Der russische Konzern Gazprom hat schon ein Auge auf die Vorkommen geworfen. Bei der Rettung Zyperns beim Eurorettungsschirm könnte Russland intervenieren, wenn sie keine Konzession für die Förderung von Erdgas vor der Küste Zyperns bekommen sollten. Der Marktwert der zyprischen Gas- und Ölvorkommen wird auf mehr als 600 Mrd. Euro geschätzt. Davon könnte der Staat etwa 50 % einbehalten. Der Betrag entspräche fast dem Zwanzigfachen der Staatsschulden Zyperns.

Die Türkei und Griechenland streiten sich um Bodenschätze im Ägäischen Meer

Unter dem Ägäischen Meer liegen Öl und Gas im Wert von 100 Milliarden Euro. Griechenland mit seinen massiven Staatsschulden hat in jüngster Zeit die Türkei provoziert, in dem es Ansprüche auf diese Öl- und Gasvorkommen gestellt hat. Die Türkei droht nun notfalls mit Krieg, falls Griechenland diesen Kurs weiterfahren sollte. Noch beansprucht Griechenland nur bestimmte Gebiete in der Ägäisregion, die bis zu sechs Seemeilen vor der Küste liegen. Nach dem Inhalt des internationalen Abkommens von 1994 aber gehört Griechenland alles, was bis zwölf Meilen vor der Küste liegt. Dieses Abkommen könnte nun weitreichende internationale Schwierigkeiten heraufbeschwören. Griechenland sucht nunmehr die Unterstützung europäischer Nachbarn um diese Ansprüche durchzusetzen. Bei den Vereinten Nationen bemüht sich Griechenland ebenfalls um Hilfe. Jüngst wurde das Thema zwischen Premier Antonis Samaras gegenüber dem türkischen Premier Erdogan angesprochen. Ministerpräsident Erdogan sprach ganz deutlich davon, dass die angesprochenen Gebiete zur Türkei gehörten und man nichts anderes akzeptieren könne. Nun drohen internationale Konflikte eben wegen dieser Rohstoffvorkommen. Mit den 100 Milliarden könnte Griechenland einen Teil der 300 Milliarden Staatsschulden abbauen und die Rohstoffvorkommen an Europa verkaufen. Doch die Rechnung wurde ohne die Türkei gemacht. Sollte Athen jetzt die Gebiete bis zwölf Seemeilen vor der Küste all dieser Inseln beanspruchen, würden sofort mehr als 70 Prozent der Ägäis zu Griechenland gehören. Im Moment sind es 40 Prozent.

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Griechenland ist plötzlich reich an Bodenschätzen – ändert das was an der Staatspleite?

Griechenland ist bankrott. Nur milliardenschwere Finanzhilfen seitens der EU konnten den Staatsbankrott auffangen. Umso bedenklicher ist es dann, wenn sich andere Länder wie die USA oder die Türkei einmischen, die nicht in der EU sind. Denn auch sie haben Interesse an den reichhaltigen Bodenschätzen, die sich vor der Küste Griechenlands und Zyperns befinden. Es wird weltweit gemunkelt, dass die USA sogar ein Interesse daran gehabt hätten, dass Griechenland pleite geht. Denn nur dann hätten sie eine bessere Chance an die reichhaltigen Bodenschätze zu gelangen, auf die Griechenland Anspruch erhebt. Die USA sind neben China eine der weltweit größten Verbraucher an Erdöl und Erdgas. Da jedoch die Ressourcen nicht mehr ewig reichen werden sehen sich die USA naturgemäß nach weiteren Quellen um, um ihren Energiebedarf auch weiterhin decken zu können. Deutschland möchte unabhängiger von den Erdgasvorkommen in Russland werden. Denn nach wie vor hat Russland eine Art von Autonomie in diesem Bereich, so dass die Verkaufspreise für Erdgas recht hoch anmuten. Das ist äußerst ärgerlich, denn die Preisschwankungen bei Erdgas sind recht hoch. Kauft Deutschland längerfristig aber zu teuer ein profitiert Russland längerfristig von den reichhaltigen Margen durch die hohen Preise. Deutschland kann aber nur dann unabhängiger werden vom Erdgas, wenn Russland nicht der einzige Anbieter ist.

Wollen die USA Griechenland mit Absicht in die Pleite treiben?

Dirk Müller, Autor des Buches „Showdown“ berichtet von interessanten Verwicklungen internationaler Geheimdienste und den Interessen der USA an den Erdölvorkommen vor der Küste Griechenlands. Die Amerikaner wollten das Land vom Rest der EU abspalten und sich die angeblich riesigen Öl- und Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer sichern. Zudem wollten die USA den Euro als Leitwährung der Welt verhindern und den US-Dollar stärken. Die internationalen Interessen der Vereinigten Staaten von Amerika sind also laut Müller global angesiedelt. Die These von Herrn Müller wirkt auf den ersten Blick natürlich rein spekulativer Natur. Auf den zweiten Blick hingegen schleicht sich der Gedanke dann doch in das Gehirn. Fest steht jedenfalls, dass Griechenland geologischen Experten zufolge auf einem hohen Maß an Bodenschätzen sitzt. Die Ansprüche Griechenlands an diesen Vorkommen werden nun von den Vereinten Nationen geprüft. Griechenland und die Türkei haben dort wechselseitig Anträge gestellt. Fest steht jedoch: Sollte Griechenland seine Ansprüche auf die Energievorkommen durchsetzen können könnte das Land einen Teil seiner horrenden Staatsschulden auf diese Art und Weise zurückzahlen. Die deutschen Steuerzahler befürchten derzeit eh durch den geplanten Schuldenerlass, dass der gesamte Bundeshaushalt in eine bedenkliche Schieflage geraten könnte. Die Nachricht von reichhaltigen Öl- und Gasvorkommen Griechenlands käme da gerade recht um die Stimmung wieder zu heben. Denn die Geberländer, die die milliardenschweren Hilfen an Griechenland geleistet haben, sehen sich am Ende ihrer Kraft.

Kann sich Griechenland aus der Schuldenspirale befreien?

Fest steht, dass in den nächsten Jahren bis zu 25.000 Staatsbedienstete ihren Hut in Griechenland nehmen können, also ihren Job verlieren. Dies ist nur eine der Richtlinien, die Griechenland vom Sparkurs her zu befolgen hat. Der Druck der Eurogruppe wird zu groß – besonders durch die Drohung der Europäischen Zentralbank (EZB), den Banken des Landes keine Notfall-Liquidität mehr bereitzustellen. Sollte sich Griechenland nicht an die vereinbarten Vorgaben halten werden voraussichtlich keinerlei weitere finanziellen Hilfen bereitgestellt. Doch die Vergangenheit hat bereits gezeigt, dass Griechenland nicht immer gewillt ist sich an die Vorgaben zu halten. Trotzdem hat die EU immer wieder milliardenschwere Finanzbeihilfen zur Verfügung gestellt. Es bleibt abzuwarten wie sich die neue Erkenntnis über die Bodenschätze Griechenlands auf die Beihilfen bzw. den Finanzhaushalt Griechenlands auswirkt. Denn eines steht fest: Sollte Griechenland wirklich über die Vorkommen verfügen dürfen wäre ein Teil der Staatsschulden mit einem Schlag weg. Die EU müsste in diesem Fall keine weiteren milliardenschweren Hilfen mehr leisten. Zudem würde Russland seine Autonomie als Hauptlieferant von Erdgas aufgeben müssen. Dies würde sich dann auf jeden Fall auf die Preise auswirken.

Auswirkungen auf die EU

Eine internationale Studie der Royal Bank of Scotland beziffert den Marktwert der zyprischen Gas- und Ölvorkommen auf 450 Milliarden Euro. Dies wäre dann das Vielfache der Staatsverschuldung. Griechenland könnte sich von Grund auf sanieren, wenn das Land wirklich über die Bodenschätze verfügen könnte bzw. Rechte daran hätte.

Fazit: Griechenland muss in der EU bleiben, damit das Öl nicht in die USA fließt. Jetzt wissen wir auch warum wir so viele Griechenlandbefürworter im Bundestag und der EU haben.

Griechenlands Pleite mit globalen Auswirkungen

Die Staatspleite Griechenlands könnte plötzlich in einem ganz anderen Licht erscheinen – und das mit Folgen auf die gesamte Finanzsituation der EU. Denn sollte Griechenland nun plötzlich wirklich keine Hilfen mehr benötigen müssten auch seitens der anderen Geberstaaten keine finanziellen Mittel mehr in Zukunft fließen. Es bleibt abzuwarten, wie die gegenseitigen nationalen Interessen sich auf Griechenland und die EU auswirken werden. Eine nicht unbedenkliche Rolle spielen auch die USA und Russland. Russland hat natürlich keinerlei Interesse daran seine Vormachtstellung bei Erdgas aufzugeben. Somit wird Russland wo es nur kann ein Veto einlegen, wenn es um den Anspruch Griechenlands bei den neu entdeckten Gebieten geht. Für Deutschland allerdings wäre dies nur von Vorteil, da Erdgas und Erdöl günstiger zu bekommen wären. Die Autonomie Russlands wäre geschwächt.

Über Andreas Kappler

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8 Kommentare

  1. 450 Mio. Euro sind nicht das 20-Fache der Verschuldung von Griechenland (Auswirkungen auf die EU).

    Auch 450. Mrd. wären es nicht…

    • Andreas Kappler

      Hallo Nobby,
      da hatte sich der Fehlerteufel eingeschlichen. Vielen Dank für die Info.
      Viele Grüße
      Andreas Kappler

  2. Auch sollte man Marktwerte in einen Kontext zu üblicher Überschussrechnung bringen. Jeder Kaufmann weiß, dass neben dem reinen Marktwert eines Produktes Explorationskosten, Gewinnmargen für beteiligte Unternehmen und die Zeit der Vermarktung eine Rolle spielen.

    Alles relativiert sich, wenn GR die üblichen 20 % Marge auf eine Laufzeit von 25 Jahren Exploration einnehmen könnte. Und schon sind gerade mal die Zinszahlungen für die ausstehenden Anleihen an die Hochfinanz bedienbar. Für die Entwicklung des korrupten Landes, das über kein gewichtiges Geschäftsmodell verfügt bleibt wenikg – vielleicht gar nichts – übrig.

    So mag für die EU aufgrund der Vorkommen GR eine wichtige Rolle spielen und deshalb per Überbrückung in eine Zeit geholfen werden, ab der die technischen Voraussetzungen gegeben sind, für die Bevölkerung wird wohl ohne Geschäftsmodell wenig herum kommen und die Umstellung auf eine Diktatur von außen fortgesetzt.

    Diese Beschreibung geht wohl näher an die Realität.

    • Thorben Kaufmann

      @Herr Fricke:
      Man sollte aber nicht übersehen, dass wenn man(Europa) sich weiter von den USA oder in zweiter Instanz von den uns näher stehenden Russen ausnehmen und auf deutsch verarschen läßt, wir in Europa für die eigenen Rohstoffe bei unseren sogenannten Freunden zahlen muss! Ich kann mein Geld auch anders vernichten, als einem gierigen transatlantischen Adler laufend in den Rektus zu steigen und dafür noch Eintritt zu zahlen.
      Die USA sind ohne externe Kohlenwasserstoffe pleite und mit ihrem derzeitigen Modell nicht überlebensfähig. Deshalb führen sie ja auch (Wirtschafts-)Kriege, um sich fremder Mittel zu bedienen.
      Augen auf! Und „Trau! Schau! Wem!“. Wer hier von „Verschwörungstheorie“ spricht, ist entweder selbst Beauftragter, oder aber spektral etwas ungebildet.

  3. Sie sollten sich erst mal schlau machen, über wen die BRD ihre Öl und Gasgeschäfte abwickeln !!!! müssen!!!!.
    Eine kleine 6 Mann Firma in einem kleinen Land im Osten wickelt die ganzen Geschäfte ab.
    Selbst Putin hat die BRD-Regierung aufgefordert ÖL und Gas direkt zu beziehen und sich nicht Abzocken zu lassen.

  4. Im Jahr 2001 verfasste ein Student der Berkley Universität in Kalifornien einen Aufsatz. In dem Essay ging es über die Pläne Saddam Husseins, seine Ölgeschäfte in Zukunft in Euro zu tätigen und dies auch öffentlich kundtat. Hussein fing wohl auch schon an seine Devisenreserven umzutauschen. Im speziellen ging es um die wirtschaftlichen Implikationen für die USA sollten diese ihre Vormachtstellung des Petro-$ verlieren. Unterm Strich wäre dies fatal für die US Wirtschaft und vor allem für die US Regierung, da diese bei jedem Rohstoffgeschäft mitverdient, egal wer an wen verkauft. Der Bericht war nett zu lesen und damals eine interessante Theorie. Nach dem Einmarsch in Irak unter fadenscheinigen Gründen erschien das Ganze nicht mehr so theoretisch. Und 10 Jahre später wissen wir das bei der ganzen Irak-Geschichte tatsächlich nur um Öl ging. Die USA müssen auf jeden Fall iihre Vormachtstellung aus wirtschaftlichen Gründen sichern, und dazu ist Ihnen jeden Mittel Recht, auch Krieg.
    Das erste Mal aufgehorcht habe ich als Mario Draghi EZB-Chef wurde. Ein Vorstandsmitglied einer der mächtigsten amerikanischen Banken der Welt wird Chef der EZB. Und seit jenem Tag geht es ziemlich rasant abwärts mit dem Euro als Währung. Durch eine Krise verursacht die am Anfang gar keine war. Vor 4 Jahren erschien mir Griechenland nicht als Krisenherd, der den ganzen Euro zum Einsturz bringen wird. Inzwischen wollen nicht mal die Schweizer mit dem Euro zu tun haben. Man sollte auch nicht vergessen das der Nordamerikanische Kontinent der einzige wäre , der einen Weltwirtschaftszusammenbruch einigermaßen übersteht, da sie innerhalb ein paar Jahre auf Selbstversorgung umstellen können. Und Australien vielleicht. Hunger würde in Amerika nur ausbrechen wenn das Wetter in weiten Teilen nicht mitspielt. Über den Rest der Welt bin ich mir nicht so sicher. Asien würde sich wahrscheinlich innerhalb eines Monats in die Luft sprengen, in Europa würde es wohl ein bisschen länger dauern. Aber Angesichts des Wegbruchs allen Exports und Millionen neuer Arbeitsloser dürfte es in Europa und gerade in Deutschland nicht so lange dauern. Auf lange Sicht können bei all diesen Krisen nur die USA gewinnen. Vor allem wenn Geld nichts mehr Wert ist. Und wir Idioten haben den Amis unser ganzes Gold gegeben. For safekeeping. Weil wir zu blöd sind auf unser eigenes Gold aufzupassen.

  5. 2009 trafen sich die Bilderberger in Athen. 2010 fing dann die Vernichtung Griechenlands an. Ein Jahr später gehörte die Hälfte des Athener Hafens bereits den Chinesen. 2015 trafen sie sich jetzt in Österreich. Was glaubt ihr wird in den nächsten 1-2 Jahren passieren?

  6. Manfred Böttcher

    Da es sich bei den BODENSCHÄTZEN „ERDGAS;ERDÖL; MINERALIEN “ um enorme MENGEN handelt ,was für mich neu ist , verstehe ich jetzt die ganze GRIECHENLAND–Politik der EU nicht mehr .WARUM werden die GRIECHENSCHULDEN dann nicht mit Anteilen an diesen SCHÄTZEN GARANTIERT *+Abgesichert. Dann soll die WIRTSCHAFT in Gr. angekorbelt werden ;warum nicht durch Hebung dieser Schätze, was in Gr. zur BUMM -Region führen würde, jedenfalls wahrscheinlicher als alle jetzigen „METZCHEN“:
    Also was geht in GR: vor????

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