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Debeka nutzt auch Gewerkschaftskontakte um neue Kunden zu werben

(CT) Offenbar hat die Debeka ein noch größeres Netz an Kontakten, womit die Versicherung neue Kunden anwirbt. So arbeitet das Unternehmen intensiv mit der Polizeigewerkschaft zusammen. Der Chef Joachim Lautensack sagte gegenüber dem Handelsblatt, dass die Gewerkschaft eine Kooperation mit der Versicherung habe. Der Vorsitzende Rainer Wendt selbst wirbt bei den Mitgliedern auch für die Debeka. Die Kooperation an sich ist nichts Ungewöhnliches. Schließlich haben auch andere Gewerkschaften mit Versicherungen Verträge. Diese sorgen dafür, dass Mitglieder der Gewerkschaft günstigere Konditionen bei den jeweiligen Unternehmen bekommen.

Kooperation in Baden-Württemberg besonders eng

Das Problem bei der Kooperation ist jedoch, dass ein Funktionär der Gewerkschaft aus Baden-Württemberg wohl auch mit der Debeka einen Vermittlungsvertrag hat. Diesen nutzt er als Nebentätigkeit, um sich noch etwas Geld dazu zu verdienen. Gegenüber dem Handelsblatt soll ein Insider zudem den Verdacht geäußert haben, dass Auszubildende von ihren Lehrern und Vorgesetzte Verträge mit der Debeka vermittelt bekommen. Außerdem werden die Produkte der Versicherung stark empfohlen. Die Gewerkschaft selbst bestreitet solche Machenschaften jedoch. Der Gewerkschaft komme auch kein Geld bei einer erfolgreichen Vermittlung zu Gute. Zudem handele es sich um ein schweres Dienstvergehen, wenn solche Dinge durchgeführt werden. Die Angebote, so äußerte die Gewerkschaft, seien als Service für die eigenen Mitglieder gedacht und nicht dafür, dass sich die Gewerkschaft bereichere.

 

Über Christoph Till

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