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Bundesnetzagentur will EPlus und o2 einige Frequenzen entziehen

(CT) Schon seit einigen Wochen wird heftig über die Fusion zwischen EPlus und o2 diskutiert. Eine wichtige Frage ist, ob das Frequenznetz von beiden Unternehmen in der jetzigen Version zusammengelegt werden kann oder nicht. Grund dafür ist unter anderem, dass beide zusammen ein stärkeres Mobilfunknetz mit ihren Frequenzen errichten könnten, als das die Konkurrenz Telekom und Vodafone könnten. Jetzt hat sich die Bundesnetzagentur im Bezug auf die Frage eingeklinkt. Laut der Agentur seien GSM- und UMTS Frequenzen an eine wettbewerbliche Unabhängigkeit geknüpft. Möglich sei deswegen, dass ein Widerruf der Zuteilung der Frequenzen erfolgen könnte. Damit würden einzelne Frequenzen aus dem Angebot beider Unternehmen entfernt.

EPlus hat bereits von der Bundesnetzagentur einen Brief erhalten

Dass die Netzagentur bereits über mögliche Modelle nachdenkt kann daran gesehen werden, dass EPlus bereits einen Brief der Behörde erhalten hat. Die Bundesnetzagentur sieht ein Ungleichgewicht zwischen dem entstehenden Unternehmen und der Konkurrenz besonders im Frequenzbereich oberhalb von 1000 Megahertz. Beide Unternehmen sollen sich innerhalb von zwei Wochen zu einer möglichen Frequenzaufteilung äußern. Der Netzagentur geht es dabei weniger um die GSM Frequenzen, da diese bis 2016 auslaufen. Wichtiger seien die vergegebenen UMTS Frequenzen, deren Laufzeit noch bis 2020 andauere. Besonders die Frequenz 2100 Megahertz sei im Visier der Behörden, weil diese auch für den neuen Standard LTE genutzt werden könne. Bei dem niedrigen 800 Megahertz Bereich gibt es keine solche Überhänge. Speziell die Telekom hat sich für ein Eingreifen der Behörden stark gemacht. Konkurrent Vodafone hat sich zu dem Fall bisher noch nicht geäußert. Grund dafür dürften nicht zuletzt eigene Erfahrungen des rosa Riesen sein, der in Großbritannien bei der Fusion mit France Telecom Frequenzen entzogen bekam.

 

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