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Bundesnetzagentur will Anfang 2015 neue Frequenzen versteigern

(CT) Die Bundesnetzagentur plant für den Zeitraum zwischen 2014 und 2015 eine Versteigerung neuer Mobilfunk-Frequenzen, die speziell den Breitband-Ausbau in Deutschland verbessern soll. Unter den Hammer kommen die Frequenz-Bereiche 700, 900, 1500 und 1800 Megahertz. Eine automatische Zuteilung von zwei 5 Megahertz-Bereichen im 900 Megahertz-Bereich soll auch ohne Auktion zudem eine Grundversorgung für Telefonie für die vier Anbieter zur Verfügung stellen. Die neuen Frequenzen sollen ab dem 1. Januar 2017 für die Anbieter zur Verfügung stehen. Neben dem 700 Megahertz-Bereich, der derzeit noch für DVB-T verwendet wird, zählen zu den angebotenen Frequenzen auch die derzeit noch vom Satelliten-Rundfunk belegten Frequenzen 1452 und 1492 MHz. Auch die Ende 2016 auslaufenden GSM-Frequenzen sollen neu versteigert werden. Die neuen Frequenzen sollen für 15 Jahre versteigert werden.

700 Megahertz: Ein sehr stark umworbener Bereich

Die Bundesnetzagentur will schon seit längerem den 700 Megahertz-Bereich zum Ausbreiten von mobilem Internet verwenden. Die Eigenschaften des Frequenzbereich sind optimal, um schnellen Datenfunk auch in ländlichen Angeboten anzubieten. Damit will die Bundesnetzagentur das Ziel erreichen, welches sich die Bundesregierung gesteckt hat: Bis 2018 soll jeder Deutsche Zugriff auf einen 50 Megabit pro Sekunde schnellen Internetanschluss haben. Neben DVB-T wird der Frequenzbereich derzeit noch für drahtlose Mikrofone verwendet. Die Bundesnetzagentur will dabei auf eine Co-Existenz der verschiedenen Standards setzen. Entsprechende Spezifikationen sollen auf der nächsten Weltfunkkonferenz 2015 festgelegt werden. Die Frage bleibt ob die parallele Nutzung so ohne Weiteres möglich ist und wann das der Fall sein wird. Auch die Bereitstellung der Frequenzen im 900 Megahertz Bereich ohne Versteigerung sind besonders bei den Mobilfunk-Anbietern umstritten. Die Anbieter gehen damit eine Verpflichtung ein für eine Grundversorgung von 99 Prozent, egal über welche Frequenzbereiche, zu sorgen.

Vodafone und die Telekom könnten ihre Versorgungssicherheit verlieren

Ein weiteres Problem kommt zumindest für Vodafone und die Telekom hinzu. So nutzen beide Anbieter für eine optimale Abdeckung bisher zwei 12,4 Megahertz Frequenzreserven. Mit der neuen Regelung bekommen sie nur noch zwei 5 Megahertz Reserven zur Nutzung zugeteilt. EPlus und o2 hingegen nutzen seit jeher lediglich zwei Mal 5 Megahertz im 900 Megahertz-Bereich für eine grundlegende Abdeckung. Der Anbieter o2 hingegen könnte mit der neuen Auktion den Frequenzbereich 1800 Megahertz verlieren, der derzeit dem Unternehmen gehört. Der Grund für die Auktion im Jahr 2015 ist die Knappheit an bestehenden Mobilfunkfrequenzen. Allein für die Bereiche 900 und 1800 Megahertz soll es derzeit sechs Bewerber geben. Auch für die neu einzuteilenden Frequenzbereiche wird mit einer erhöhten Zahl von Bewerbungen gerechnet.

 

Über Christoph Till

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