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Bundeskartellamt beantragt erneut Prüfung der Übernahme von E-Plus durch Telefonica Germany

(CT) Die Übernahme von E-Plus durch Telefonica Germany bleibt für das Bundeskartellamt weiterhin ein heißes Eisen. Das Amt hat jetzt bei der EU Kommission erneut einen Antrag darauf gestellt, die Übernahme prüfen zu dürfen. Das bestätigte Joaquín Almunia, der Wettbewerbskommissar der EU. Die EU Kommission hat jetzt insgesamt bis zum 12. Februar Zeit, um auf die Anfrage aus Bonn zu reagieren. Insider berichten jedoch, dass eine Verweisung an das Bundeskartellamt eher weniger wahrscheinlich ist. Die EU Kommission selbst hatte schon Bedenken an dem Deal angemeldet. Deshalb läuft bis zum 14. Mai das vertiefte Prüfungsverfahren.

Telefonica Germany treibt die Übernahme weiter voran

Grund für die Bedenken sind, dass durch die Übernahme die Zahl der verfügbaren großen Mobilfunkmarken von vier auf drei schrumpfen würde. Zudem würden o2 und E-Plus zusammen ein größeres Kundenpotenzial als die derzeit führenden Mobilfunkmarken Vodafone und Telekom haben. Das ergibt sich im Wesentlichen auch aus den kleineren Discounter-Marken, die derzeit in den Netzen der beiden Anbieter zuhause sind. Telefonica scheint jedoch weiterhin unter Hochdruck daran zu arbeiten, den Deal unter Dach und Fach zu bekommen. Für den 11. Februar 2014 hat das Unternehmen eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen, bei der über den Milliardendeal gesprochen werden soll. Der Verkauf von E-Plus an Telefonica Germany wurde im Sommer beschlossen. Der Kaufpreis liegt bei über 8 Milliarden Euro.

 

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