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Bundesbank-Bericht: So schwach ist der Euro

Verbraucher schauen für gewöhnlich meist in den eigenen Geldbeutel oder auf das eigene Konto, um herauszufinden, wie es ihnen geht. Die derzeitige Nachrichtenlage lässt die Verbraucher aber auch das internationale Geschehen verfolgen. Denn so lässt sich – wenngleich für den Laien auch nur schwer – abschätzen, welche Konsequenzen der Verbraucher am eigenen Kontostand zu befürchten hat.

Internationale Lage spielt in Wirtschaftslage

Seit Anbeginn der Globalisierung spielt nicht nur die wirtschaftliche Lage im eigenen Land eine Rolle, wenn es um das geht, was der Verbraucher am Ende noch im Geldbeutel hat. Gerade die vergangenen Monate haben ein weiteres Mal verdeutlicht, wie stark sich internationale Ereignisse auf ein einzelnes Land auswirken können, auch wenn dieses so solide dasteht, wie es Deutschland tut.

Vor wenigen Jahren war es die Finanzkrise inklusive der Immobilienblase am US-Markt. Dann folgte Griechenland. Nun rüttelt der Brexit seit Mitte vergangenen Jahres immer und immer wieder an den Märkten. Und über den Amtsantritt von Präsident Trump müssen wir erst gar nicht reden.

Doch wo sich der US-Dollar behaupten kann, da verliert sich der Euro mehr und mehr in einem gewaltigen, von der EZB provozierten Schwächeanfall.

Seit 3 Jahren immer schwächer

Wie die Bundesbank nun mitteilte, habe die Europäische Zentralbank den Wert des Euros in den vergangenen drei Jahren erheblich nach unten gedrückt. Wie im Monatsbericht der Bundesbank deutlich wird, verlor der Euro gegenüber dem US-Dollar seit 2014 um 6,5 Prozent an Wert.

Grund dafür seien unter anderem die Ankäufe von Staatsanleihen in Billionenhöhe – mit ausgelöst von der Griechenland-Krise. Dieses Programm zur Ausweitung der Staatsanleihenkäufe wurde vor wenigen Wochen erweitert. Laut Bundesbank hätte diese Entscheidung aber weniger zum Wertverlust des Euro beigetragen. Den größten Wertverlust musste die Gemeinschaftswährung bis Ende Januar 2015 einstecken. Ebenso sei aber die Geldpolitik der USA schuld an dem Wertverlust des Euro, der durch jene um 6,8 Prozent geschwächt wurde.

Wann es für den Euro allerdings mal wieder aufwärts geht, das ist bislang noch nicht abzusehen. Und liegt wohl noch in weiter Ferne.

 

Über Nicole Saelzle

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