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Bis zu zwei Dritteln könnten im Bundestag privat versichert sein

(CT) Ein guter Teil der Bundestagsabgeordneten ist privat versichert. Das ergab eine Umfrage des ZDF Magazins Frontal 21, welches im Bundestag etwas mehr als die Hälfte der Mandatsträger befragte und zu dem Ergebnis kam, dass 42 Prozent der befragten privat krankenversichert sind. Doch der Anteil könnte laut dem Bericht noch höher sein. Die Geschäftsstellen der einzelnen Fraktionen gehen sogar davon aus, dass zwei Drittel der Abgeordneten privat versichert sind. Das zeigt einen krassen Kontrast zu den normalen Bürgern, von denen lediglich zehn Prozent privat versichert sind.

FDP verfügt über die meisten Privatversicherten

Die meisten Privatversicherten kommen dabei aus dem Umfeld der FDP. Zwar beantworteten hier lediglich 17 von 93 die Anfrage, jedoch war hier der Anteil eindeutig am höchsten. Auch Karl Lauterbach, seines Zeichens SPD gehört zu den privat versicherten. Er gehört zum Kompetenzteam von Peer Steinbrück und ist für den Bereich Gesundheit zuständig. Im Parteiprogramm der Partei ist allerdings aufgeführt, dass es statt einer Trennung von gesetzlicher und privater Versicherung lieber eine Bürgerversicherung geben soll, die allen gleiche Rechte zugesteht. Anders sieht es der ebenfalls privat versicherte Gesundheitsminister Daniel Bahr, dessen Vorschlag, private Versicherungen für alle Bürger zu öffnen auf heftige Kritik stieß. Der Grund für den hohen Anteil an privat versicherten begründen die Fraktionen damit, dass ein Großteil der Abgeordneten entweder den Beamtenstatus inne hat oder aber selbstständig ist. Auch innerhalb der Linken war ein Teil, 12 von 67 befragten, privat versichert. Dazu zählt auch der aktuelle Spitzenkandidat der Linken Gregor Gysi.

 

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