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Bei privaten Telefongesprächen ist ein Arbeitnehmer nicht Unfallversichert

(CT) Arbeitnehmer, die während der Arbeitszeit privat telefonieren, sind in der Zeit nicht gesetzlich unfallversichert. Das hessische Landessozialgericht hat die Klage eines Lagerarbeiters abgewiesen, der wegen des Lärms und der schlechten Verbindung die Halle beim Telefonieren mit seiner Frau verlassen hatte. Auf dem Rückweg blieb er an einer Laderampe hängen und zog sich dabei einen Kreuzbandriss zu. Die Berufsgenossenschaft hatte den Unfall nicht als Berufsunfall anerkannt und entsprechend eine Zahlung verweigert. Darauf klagte der Arbeitnehmer. Auch das Landessozialgericht in Darmstadt folgte der Entscheidung und wies die Klage des Arbeitnehmers ab.

Private Vorhaben unterbrechen den Versicherungsschutz

Das Gericht stützte damit den Ansatz, dass private Einkäufe, Telefonate und weitere Vorhaben den Versicherungsschutz unterbrechen. Lediglich bei nebenher privat erledigten Angelegenheiten werde der Schutz nicht unterbrochen. In diesem Fall beanspruchte jedoch das Telefonat die volle Aufmerksamkeit des Mitarbeiters. Deswegen sei da der Schutz unterbrochen worden. Die gesetzliche Unfallversicherung ist ein Zweig der Sozialversicherung, die über die Krankenversicherung mit abgerechnet wird. Auf diese Weise verfügt jeder Bürger über eine solche Versicherung. Diese Versicherung dreht sich insbesondere um Arbeitsunfälle. Neben privaten Telefonaten zahlt die Versicherung auch nicht, wenn der Arbeitnehmer unter Alkoholeinfluss steht. Hier muss jedoch noch unterschieden werden, inwieweit ein Vollrausch besteht oder der Arbeitnehmer lediglich angetrunken ist.

 

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Ein Kommentar

  1. Heißt das, dass auch Unfälle die in der gesetzlich vorgeschriebenen Arbeitspause passieren nicht versichert sind?

    MfG Kerstin Fringer

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