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Autonomes Fahren: Haften Verbraucher oder Autobauer?

Insbesondere in den vergangenen beiden Jahren wurden selbstfahrende Autos mehr und mehr zum Thema. Mit Fortschreiten der Technik soll autonomes Fahren womöglich schon in naher Zukunft zum alltäglichen Leben gehören. Doch während sich die Autobauer vor allem noch in der Testphase befinden, tauchen vermehrt und immer wieder Fragen zum autonomen Fahren auf. Zum Beispiel die Schuldfrage.

Wer haftet für Fehler mit Autopilot?

Was passiert, wenn der Autopilot des Fahrzeugs einen Unfall baut, dabei möglicherweise gar Menschen verletzt oder sogar tötet? Diese Debatte gab und gibt es wohl immer und immer wieder. Denn sie ist enorm wichtig.

Denn wie soll der Fahrer erkennen, ob der Autopilot einen Fehler baut? Was wenn der Autopilot eine Entscheidung trifft, die der Fahrer weder gut heißt, noch verhindern kann? Können dann die Autobauer in die Pflicht genommen werden?

Wenn es nach dem Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) geht, dann ja. Denn der fordert: „Mit steigender Automatisierung muss der Verbraucher sukzessive aus der Verantwortung genommen und eine Verschiebung weg von der Halter- hin zur Herstellerhaftung erfolgen.“ Das schreibt unter anderem das Handelsblatt.

Der Grund für diese Forderung ist wenig überraschend: Der Hersteller sei schließlich verantwortlich dafür, dass die Systeme ordnungsgemäß funktionierten. Der Fahrer hätte darauf keinen Einfluss.

Achtung! Datenschutz!

Mit der Haftung allein ist es allerdings nicht getan. Denn der VZBV weist außerdem auf den Datenschutz hin. Mit der steigenden Automatisierung würden auch immer mehr Daten der Verbraucher eingefordert. Der Verband fürchtet, dass Autobauer aber auch Dritte sich diese Daten zu Nutze machen und einen Einblick in das Privatleben ihrer Kunden verschaffen könnten.

Bereits jetzt stellt der Datenschutz im Internet eine immense Herausforderung dar. Verlagert sich das Autofahren ebenso ins Internet, ist zum einen mit einem Datenaufkommen zu rechnen, dass die derzeitige Internetinfrastruktur Deutschlands gar nicht bewältigen kann, zum anderen werden Verbraucher immer gläserner. Datenschützern zufolge dürfe es nicht vorkommen, dass das Fahren eines Autos Rückschlüsse auf die privaten Lebensumstände gibt.

Während sich die Experten also noch uneins sind, wer Haftung übernimmt und wie der Datenschutz konkret geregelt werden soll, dürfte es nicht unabwegig sein, dass sich Verbraucher beim künftigen Autokauf noch intensiver mit ihrem zukünftigen Fahrzeug auseinander setzen müssen – und auch damit, welche Daten sie per Auto von sich preisgeben.

Über Nicole Saelzle

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Ein Kommentar

  1. SigismundRuestig

    Da folgen die Marketingabteilungen der Autohersteller dem Medienhype zum Automomen Fahren auf Hochtouren – wohl auch, um von den nicht beherrschten Klima-und Umwelt-Problemen der schmutzigen, veralteten Otto-bzw. Diesel-Motor-Technologien abzulenken (Nicht umsonst lassen, anders als in den USA, die entsprechenden, von der Automobilindustrie „gelenkten“ Vorschriften auf EU-Ebene „Abgasschummelei“ mit Abschaltvorrichtungen zu! Nicht umsonst genießt Tesla als US-Hersteller eine derartige Aufmerksamkeit!) Da wird dann aber auch schon über die ersten schweren Unfälle beim Autonomen Fahren berichtet. Dumm gelaufen! Man erkennt aber mittlerweile, dass das Autonome Fahren nicht nur eine technische Herausforderung darstellt – insbesondere in Bezug auf die technische Sicherheit -, sondern mehr noch ungelöste ethische, rechtliche und Informationssicherheitstechnische Probleme mit sich bringt. Vom Stand der vergleichbaren PC- und Smartphone-Sicherheit kann jeder Nutzer ein Lied singen. Und Staaten, Behörden, Unternehmen streiten sich heute schon um die Herrschaft über die persönlichen Daten aus den Fahrzeugen! Doch die Politik, (allen voran der unsägliche Mautflüsterer, Abgasturbo, Bahn-Bremsklotz, Jahrhundert-Reformer und Sammelklagen-Verhinderer Alexander Dobrindt), der mittlerweile organisiertes Staatsversagen bei der Kontrolle der Abgaswerte vorgeworfen wird, gebärdet sich weiterhin autohörig!

    „TaTü TaTa TaTü TaTa.
    Freude am Fahren, wenn kein Fahrer da!
    TaTü TaTa TaTü TaTa.
    Vorsprung durch Technik, wenn kein WLAN da.“

    Freud und Leid des fahrerlosen Fahrens auf den Punkt gebracht:

    https://youtu.be/njj5Z7KzG60
    http://youtu.be/WzvpF6JR1cE

    Viel Spaß beim Anhören! Und lasst Euch die Realität nicht vermiesen!

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