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Amazon-Gründer übernimmt für 250 Millionen Dollar die Washington Post

kindle-am-tisch-28(ARK) Der Verkauf der Washington Post an den Amazon-Gründer Jeff Bezos beschreibt den aktuellen Höhepunkt im Wandel des medialen Angebots der Print Medien hin zum digitalen Zeitalter.

Der Käufer der Washington Post tritt bei der Übernahme nicht im Namen des Versandhändlers Amazon auf, sondern als Privatperson. Dennoch ist davon auszugehen, dass die Medienübernahme sehr wohl im Zusammenhang mit einem Konzept des Multimilliarden-Konzerns Amazon und dessen Digital-Reader Kindl steht. Der Deal wurde mit einem Preis von 250 Millionen US-Dollar beschlossen, der Aktienkurs klettert mit der Mitteilung auf einen Wert, den das Nachrichtenwerk zuletzt im Jahr 2008 vorweisen konnte. Auch wenn die Sparte Washington Post seit Jahren tiefer in die Verlustzahlen rutschte, konnte der gleichnamige Mutterkonzern positiv wirtschaften.

Mit dem Millionendeal schreitet auch der Wechsel der Printmedien hinzu digitalen Veröffentlichungen weiter fort. Der Wandel war bereits vorher schon im Vollzug. Amazon gilt mit seiner Büchersparte als größter Handelsplatz im E-Book und E-Newspaper Bereich. Der Kampf um die großen Verlagshäuser ist derweil im vollen Gange auch die Konkurrenz aus Cupertino, Kalifornien positioniert sich seit einiger Zeit strategisch und hat bereits einige Kontrakte abgeschlossen. Apple bietet mit iTunes und dem iBook-Store einen breiten Medienkatalog für Bücher und Magazine. Die Ausbreitung über E-Book-Reader und Tablet Computer dient mehr und mehr als multifunktionales Medium zur Informationsdarstellung. Apple bietet mit dem iPad das beliebteste Tablett und konnte mit dem kleineren aber auch günstigeren iPad mini auch im Niedrigpreis-Segment der 7-Zoll-Geräte aufholen. Hier bietet das Amazon Kindl Fire das wohl attraktivste Angebot. Amazon verfolgt hier eine Strategie der Gewinnsteigerung durch den Verkauf durch Medien. Amazon Technik wie das Kindle Fire unterstützen demnach auch nur eigens angebotene Medien.

Jeff Bezos gilt als herausragender Geschäftsmann, der mit Deal der Washington Post einen weiteren Meilenstein in seiner Karriere aber auch allgemein der Medienlandschaft verzeichnen kann.

Bildquelle: Amazon.de

Über Arno Kuss

Freiberuflicher Redakteur, Autor und Storyteller. Themenschwerpunkte: Zeitgeist, Gesellschaft und Umwelt. Für mich zählt die Geschichte in der Meldung. Google+

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