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Ältere behinderte Kinder bleiben über Eltern unter Umständen krankenversichert

(CT) Viele Kinder haben eine Krankenversicherung über ihre Eltern. Diese gilt jedoch maximal bis zum 27. Lebensjahr, beziehungsweise bis zum Ende des ersten Studiums oder der ersten Ausbildung. Danach sind die Kinder auf sich selbst gestellt und müssen den Betrag entweder selbst aufbringen oder aber durch ihren Arbeitgeber bezahlen lassen. Doch was passiert mit behinderten Kindern, die nicht in der Lage dazu sind, sich diesen Betrag zu erwirtschaften? Diese Frage beantwortete jetzt das Sozialgericht Dortmund. Demnach sind Kinder weiterhin familienversichert, wenn sie außerstande sind, sich selbst zu versorgen. In dem Fall ging es um eine 23-jährige, bei der die betroffene Versicherung verweigerte, sie auch nach dem 27. Lebensjahr weiterhin über die Versicherung des Vaters versichern zu lassen. Die Tochter könne, so argumentierte die Versicherung, sich jetzt selbst versorgen.

Versicherung ist ohne Altersbeschränkung in diesem Fall gültig

Die Richter entschieden zu Gunsten des klagenden Vaters. Die Versicherung müsse, so die Dortmunder Richter, die Tochter ohne Altersbeschränkung über den Vertrag des Vaters weiter versichern. Sie sei aufgrund ihrer geistigen Behinderung nicht in der Lage, selbst für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Dazu trage unter anderem der erschwerte Zugang zum Arbeitsmarkt sowie auch die Lohnstruktur für geistig behinderte bei. Geistig behinderte Kinder haben entsprechend kaum Chancen, für sich selbst auf einem guten Niveau zu sorgen.

 

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